Diesen Weg habe die Post schon beim Grossprojekt REMA zur Zusammenlegung der Briefverarbeitungszentren erfolgreich eingeschlagen, sagte Kunz in der "Samstagsrundschau" von Schweizer Radio DRS.

Kunz, der im April von Ulrich Gygi die Leitung der Post übernimmt, bekannte sich auch zu den Post-Agenturen in Dorfläden. Er habe die Absicht, dieses Modell in Zukunft weiter voranzutreiben.

In Sachen Sparmassnahmen zeigte sich Kunz zu Zugeständnissen bereit. Dort, wo etwa die Briefkasten nur noch einmal täglich geleert werden sollen und dies Probleme bereite, sei die Post bereit, auf diese Massnahme zu verzichten.

Der Gelbe Riese will im Verlauf der nächsten Jahre zudem die Zustellung umstrukturieren. Tageszeitungen etwa sollen weiterhin am Morgen eintreffen, andere Produkte dagegen auf anderen Wegen zu den Leuten gelangen.

Dass die Post wie in entlegenen Gegenden Schwedens nur noch zweimal wöchentlich zugestellt wird, lehnt Kunz dagegen ab. So etwas sei in der Schweiz undenkbar.

Kunz wehrte sich zudem gegen eine Ausgliederung von PostFinance, wie sie der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) gefordert hatte.