Schweizerische Post
Post führt Strafgebühr ein: Wer falsch adressiert, zahlt drauf

Mit einem neuen Zuschlag will die Post Mehreinnahmen von 40 Millionen Franken hereinholen: Geschäftskunden sollen künftig ein Art Strafgebühr zahlen, wenn sie B-Post-Briefe mit nicht korrekten Adressen verschicken.

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Das Monopol der Post auf dem Versand von Briefen bis 50 Gramm soll bestehen bleiben (Symbolbild)

Das Monopol der Post auf dem Versand von Briefen bis 50 Gramm soll bestehen bleiben (Symbolbild)

Keystone

Dies berichtet die Zeitung "Der Sonntag". Für sogenannte Rücknahmen will die Post neu bis zu 81 Rappen berechnen - also fast so viel wie der Versand des Briefes (85 Rappen) kostet. Auch für die Entsorgung des Briefs verrechnet sie 10 Rappen. Das geht aus einem Schreiben hervor, das die Post am Montag Geschäftskunden geschickt hatte und der Zeitung "Der Sonntag" vorliegt.

Die Post schreibt weiter, dass die Kosten für die Rücknahmen rund 40 Millionen Franken pro Jahr betragen und in Zukunft von den Kunden übernommen werden müssen. Besonders stark betroffen sind Unternehmen und Organisationen, die eine grosse Zahl von Briefen verschicken wie etwa Händler, Verlage und Hilfsorganisationen. Die Post will diese Strafgebühr nächsten April einfrühren. Der Bundesrat muss die Anpassung noch bewilligen. Heute kosten Retouren die Unternehmen nichts.