Die Strategie "ist genau das, was sich das afghanische Volk erhofft und was es gesucht hatte, deshalb hat sie unsere volle Unterstützung", sagte Karsai in Kabul. Die Pläne Washingtons erfassten genau, wo die Probleme lägen - zu denen auch der Einfluss von Rebellen aus dem pakistanischen Grenzgebiet gehöre.

Karsai lobte, Obama habe mit seinem regionalen Ansatz der Tatsache Rechnung getragen, dass die "Nester des Terrors, ihre Verstecke, die Trainingslager der Terroristen nicht in Afghanistan liegen". Pakistan soll nach dem Willen Washingtons künftig eine wichtige Rolle beim Anti-Terror-Kampf im Nachbarland spielen.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und der britische Premierminister Gordon Brown lobten in der Nacht zum Samstag Obamas Pläne ebenfalls. Ban-Sprecherin Michele Montas erklärte, die UNO erwarte jetzt ein verstärktes weltweites Engagement beim Wiederaufbau.

Brown forderte weitere NATO-Länder auf, die Last des Konflikts in Afghanistan mitzutragen. Dies werde ein Thema beim NATO-Gipfel kommende Woche sein. Obama hatte am Freitag eine gründlich revidierte Afghanistan-Strategie vorgestellt, die militärische Aufrüstung eng mit zivilen und diplomatischen Initiativen verknüpfen soll.