Migrationsamt

Porno-Beamte: Telefon abnehmen? Nicht während der Arbeitszeit!

Zürcher Migrationsamt erneut unter Beschuss (Symbolbild)

Zürcher Migrationsamt erneut unter Beschuss (Symbolbild)

Nun belegt ein erster Beweis zum Teil, was ein Anwalt behauptet: Im Migrationsamt Zürich herrschten grosse Missstände - die Chefs konsumierten Pornos am Laufmeter und arbeiteten nicht.

Christian Bütikofer

Das Migrationsamt Zürich steht unter Druck: Die Teamchefs und auch deren Vorgesetzte würden die Arbeitszeiten nur selten einhalten, schrieb Anwalt Ueli Vogel-Etienne im Namen mehrerer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Teamchefs würden seit Jahren "hemmungslos pornographische Bilder versenden" und arbeiteten nicht.

Beweise legte Vogel-Etienne bisher nicht vor. Nun tauchten erste Belege für die besondere Arbeitsmoral im Migrationsamt Zürich auf: Das Nachrichtenmagazin «10 vor 10» veröffentlichte ein internes Dokument, das an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt.

Polizei-Rapport: «Sprachlos» ob der Zustände

Zürcher Kantonspolizisten konnten vor eineinhalb Jahren eine libanesische Familie nicht planmässig ausschaffen: Der Ehemann randalierte am Flughafen. Während der Eskalation versuchten die Polizeibeamten telefonisch die Lage mit Hilfe des zuständigen Sachbearbeiters beim Migrationsamt zu beruhigen.

An den Draht kriegten die Polizisten aber niemanden: Die zuständigen Leute nahmen während der Arbeitszeit stundenlang das Telefon nicht ab. Was dazu führte, dass die Ausschaffung nicht durchgeführt werden konnte. Der rapportierende Polizist schrieb in seinem Bericht, die Arbeitsweise im Migrationsamt sei eine «Zumutung». Dort herrsche ein «unhaltbarer Zustand» und er sei über das Erlebte schlicht «sprachlos».

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