Privatpolizei
Polizisten fordern Gesetzt gegen private Schnüffler

Mehrere Schweizer Gemeinden haben ihre privaten Sicherheitspatrouillen aufgerüstet. "Inakzeptabel", heisst es nun vom Schweizer Polizistenverband.

Merken
Drucken
Teilen
Boom der Privatpolizei

Boom der Privatpolizei

Keystone

Mehrere Schweizer Gemeinden haben ihre privaten Sicherheitspatrouillen aufgerüstet und mit "polizeihoheitlichen Aufgaben" betraut: Neu dürfen private Ordnungshüter Bussen verteilen, Ausweiskontrollen durchführen und Verstösse im Strassenverkehr verfolgen. In Amriswil TG ist sogar eine Bürgerwehr mit Schutzhunden im Einsatz. «Inakzeptabel», sagt Heinz Buttauer, Präsident des Schweizer Polizistenverband (VSPB) gegenüber dem "Sonntag". "Jetzt braucht es ein eidgenössisches Gesetz das die Aktivitäten der privaten Sicherheitsanbieter verbindlich regelt." Die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) will in einem gesamtschweizerischen Konkordat Zulassungsregeln und Qualititätsstandards für private Sicherheitsunternehmen verankern. Der Gesetzentwurf ist gescheitert. "Wir wollten eine Bewilligungspflicht für sämtliche Mitarbeiter von privaten Sicherheitsunternehmen einführen", sagt Roger Schneeberger, Generalsekretär der KKJPD: "Jetzt müssen wir zurückkrebsen." Ein neuer Entwurf soll im Herbst vorliegen. (Sonntag)