Service public

Politiker streiten: Welche SRF-Sendung kann man abschaffen?

Parlamentarier uneinig: Welche SRF-Sendung gehört zum Service public?

Parlamentarier uneinig: Welche SRF-Sendung gehört zum Service public?

Der Nationalrat debattierte heute über den Service public. Wir wollten es von den Parlamentarier ganz konkret wissen: Welche Sendung des Schweizer Fernsehens gehört zum Service public, auf welche kann verzichtet werden? Die Meinungen gehen vor allem bei Unterhaltungs- und Sportsendungen weit auseinander.

Was gehört zum Service public und welche Sendung kann beim SRF gestrichen werden? Darüber sind sich die Politiker in Bern nicht einig- Ihre Meinungen gehen bei den Unterhaltungs-Sendungen wie «Glanz & Gloria» oder «Samstigsjass» weit auseinander.

Für die meisten Politiker in Bern ist klar: die Tagesschaue gehört zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen dzau. Bei Unterhaltungssendungen wie «Glanz & Gloria», «Samstigjass», «Voice of Switzerland» gehen die Meinungen dagegen weit auseinander. Auch Serien wie «Der Bestatter» oder internationale Sportübertragungen würden viele Politiker lieber den privaten Sendern überlassen. 

Mauro Tuena, SVP-Nationalrat aus dem Kanton Zürich: «Teure Eigenproduktionen wie 'Der Bestatter' gehören aus meiner Sicht nicht zum Service public. Das können die privaten Sender genau so gut selber und wahrscheinlich sogar besser produzieren.» Auch bei den Sporübertragungen sehe der SVP-Mann aus Zürich keinen Grund, weshalb dieses Angebot vom staatlichen Fernsehen abgedeckt werden müsste.

Auch der Berner FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen ist überzeugt, die Unterhaltungssendungen gehören nicht zum eigentlichen Auftrag des Staatsfernsehens. 

Dagegen hat SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher ganz andere Argumente: «Aus meiner Sicht muss man die Tagesschau, wie auch einen Samstig-Jass dem Publikum anbieten.» Die Sendung «Voice of Switzerland» sei beispielsweise gerade für Zuschauer mit Migrationshintergrund spannend, sagt die Thurgauer Nationalrätin. 

Kosten der SRF Sendungen

Kosten der SRF Sendungen

Co-Präsidentin der Grünen, Regula Rytz sagt: «Für mich hat das Fernsehen drei Funktionen: Information, wie 'Echo der Zeit', aber auch Bildung und Unterhaltung.»

Das Angebot soll breit bleiben, da der Service public ein breites Publikum zu bedienen habe. «Die Grenze ist dort, wo Sendungen nur noch Produktplatzierungen vornehmen - das muss das öffentliche Fernsehen sicher nicht abdecken.» 

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