Baselland

Politik kann sehr spannend sein

Aufklärung: Grünen-Nationalrätin Maya Graf erzählt den anwesenden Jugendlichen ihren politischen Werdegang. (Bild: Kenneth Nars)

Jugendrat

Aufklärung: Grünen-Nationalrätin Maya Graf erzählt den anwesenden Jugendlichen ihren politischen Werdegang. (Bild: Kenneth Nars)

Am diesjährigen Jugendforum zum Thema «Jugend – die Zukunft sind wir!» gab es spannende Diskussionen. So sollen Jugendliche für die Politik sensibilisiert werden.

Julia Gohl

Wie lauten die fünf bekanntesten Parteien der Schweiz? Welche Gewalten kennt das Schweizer System? Da und dort fragende Gesichter und leere Linien, aber andernorts auch wissendes Lächeln und schnelles Schreiben - das Quiz des Jugendrats zeigt vor allem eins: Nicht alle Jugendlichen wissen gleich viel über die Schweizer Politik. Genau das ist auch der Grund, wieso der Jugendrat auch in diesem Jahr wieder ein Jugendforum durchgeführt hat.

Unter dem Motto «Jugend - die Zukunft sind wir!» sollen Jugendliche für die Politik sensibilisiert werden und erfahren, wie sie Einfluss auf ihre Zukunft nehmen können - ein Anliegen, das auch viele Politiker wie etwa die Grünen-Nationalrätin Maya Graf und der SVP-Landrat Dominik Straumann unterstützen. Die beiden Politiker standen den rund 60 teilnehmenden Jugendlichen am Forum Rede und Antwort, erklärten ihre Standpunkte und stellten den Teilnehmern Fragen.

Kind der «Ökogeneration»

«Als ich so alt war wie Sie, ist mir bewusst geworden, dass wir eigentlich auf Kosten anderer Generationen leben», berichtet Maya Graf in ihrer Eröffnungsrede. Sie zähle sich zur «Öko-Generation», der damals bewusst geworden ist, dass man etwas tun müsse, um die Umwelt zu retten. «Für mich war das die Motivation, um mich für Politik zu engagieren. Die Umweltthematik hat mich geprägt.»

Mit Diskussionsrunden und anschliessenden Abstimmungen zu klassischen Jugendthemen wie Alkohol, Tabak, Gewalt und Stimmrechtsalter 16 sollten die Teilnehmer die Politik auf interessante und lustige Weise kennenlernen. Nach einem etwas harzigen Start klappt es denn auch und die Jugendlichen diskutieren angeregt über die verschiedenen Themen. Auch wer sich nicht traut, sich in der grossen Runde im Landratssaal dazu zu äusseren, tut seine Meinung schnell dem Tischnachbarn kund. Auch bei den Gruppenarbeiten am Nachmittag zu den Themen Bildung, Doping im Sport, Energie und Mobbing zeigen sich die Jugendlichen sehr engagiert.

Mehr Politik in der Schule

Können die Teilnehmenden durch das Jugendforum also tatsächlich für die Politik sensibilisiert werden? «Es ist manchmal schon spannend und auch amüsant», findet die 17-jährige Lea Gysin. Schon im letzten Jahr hat sie mit der Schule das Jugendforum besucht. «Aber danach habe ich mich auch nicht mehr für Politik interessiert als davor.» Auch der 17-jährige Robin Yates, der mit seiner Klasse anwesend ist, ist von der Wirksamkeit nicht ganz überzeugt. «Es ist schon spannend zu sehen, wie das alles abläuft, aber man sieht es halt nur einmal, man müsste sich später mehr damit befassen.»

Genau diesen Gedanken äussern viele der teilnehmenden Jugendlichen. Sie wünschen sich, in der Schule vermehrt über Politik aufgeklärt zu werden. «Das ist für den Jugendrat sehr spannend zu wissen», versichert Lea Thommen vom Jugendrat.

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