Karlspreis

Polens Regierungschef Tusk mit Karlspreis geehrt

Tusk und Merkel (rechts) winken nach der Zeremonie den Menschen zu

Tusk und Merkel (rechts) winken nach der Zeremonie den Menschen zu

Für seine Verdienste um die europäische Einigung hat Polens Ministerpräsident Donald Tusk den Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen erhalten. Das Karlspreis-Direktorium würdigte Tusk als herausragenden Streiter für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte.

Er habe sich dem kommunistischen Regime niemals gebeugt. Tusk stehe für ein weltoffenes Polen, das fest in der europäischen Völkerfamilie verankert sei. Der 53-jährige Politiker nahm die renommierte Auszeichnung bei einem Festakt im historischen Krönungssaal des Aachener Rathauses entgegen.

Tusk sei ein "überzeugter und überzeugender Europäer", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Laudatio. Mit seinem "klaren Bekenntnis zu Toleranz und Vielfalt" stehe er für ein weltoffenes Polen, das heute fest in der europäischen Völkerfamilie verankert sei.

Merkel, die den Karlspreis 2008 erhalten hatte, würdigte Tusk als Kämpfer für Freiheit und Demokratie. Zusammen mit den anderen Mitgliedern der polnischen Solidarnosc-Bewegung habe er den Grundstein für die europäische Einigung gelegt. Der polnische Freiheitskampf habe "am Ende ganz Europa erfasst und verändert".

Der neue Karlspreisträger erinnerte in seiner Rede an die wechselvolle Geschichte seiner Heimatstadt Danzig, die für ihn "die erste europäische Lektion" gewesen sei.

Der Karlspreis gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen Europas. Er wird seit 1950 an Persönlichkeiten und Institutionen vergeben, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben.

Zu den früheren Karlspreisträgern zählen Kanzlerin Merkel, ihre Vorgänger Konrad Adenauer und Helmut Kohl, der spanische König Juan Carlos und der frühere US-Präsident Bill Clinton.

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