Karlspreis

Polens Ministerpräsident Tusk bekommt den Karlspreis 2010

Polens Ministerpräsident Donald Tusk (Archiv)

Polens Ministerpräsident Donald Tusk (Archiv)

Polens Ministerpräsident Donald Tusk ist Träger des Karlspreises 2010. Er wird damit für seinen Einsatz für Freiheit und Demokratie sowie für sein Engagement für die Wiedervereinigung Europas geehrt.

Tusk erhalte den Preis "in Würdigung einer beeindruckenden Biografie im Dienste der Freiheit und der Demokratie und in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die Verständigung und Zusammenarbeit der Republik Polen mit seinen europäischen Partnern", erklärten der Oberbürgermeister von Aachen, Marcel Philipp, und der Sprecher des Karlspreisdirektoriums, Jürgen Linden.

Mit Tusk werde ein polnischer Patriot und Europäer geehrt, "der vor drei Jahrzehnten gemeinsam mit zahlreichen Mitgliedern der Solidarnosc-Bewegung den Grundstein für die Wiedervereinigung Europas gelegt hat und heute in besonderer Weise für ein demokratisches und weltoffenes Polen im Kreise der europäischen Völkerfamilie steht".

Linden bezeichnete Tusk als "Symbolfigur für die Überwindung des antieuropäischen Nationalismus nicht nur in Polen". Er sei es gewesen, der die Zustimmung Polens zum Lissabon-Vertrag bewirkt habe. Damit habe er eine Vorreiterrolle für andere zunächst wie Polen zaudernde europäische Staaten übernommen.

Die Preisverleihung findet im Mai im Aachener Rathaus statt. Der Internationale Karlspreis wird in diesem Jahr zum 52. Mal vergeben. Zu den früheren Preisträgern zählen unter anderem die Bundeskanzler Konrad Adenauer (1954), Helmut Kohl (1988) und Angela Merkel (2008), der damalige US-Präsident Bill Clinton (2000) und - zusammen mit Kohl - der damalige französische Präsident Francois Mitterrand.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1