Polanski
Polanski ist dank Schlamperei der US-Behörden ein freier Mann

Justizministerin Evelyn Widmer-Schlumpf lässt Star-Regisseur Roman Polanski frei und ernet dafür Kritik. Das Problem ist allerdings nicht die Bundesrätin, sondern die US-Behörden. Die mangelnde Kommunikation zwischen zwei US-Behörden sorgt im Endeffekt für die Freilassung von Polanski.

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Der Star-Regisseur Roman Polanski ist frei - dank Justizministerin Evelyn Widmer-Schlumpf. Ruhe kehrt in dieser Sache allerdings nicht ein:

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Los Angeles bestätigt, dass sie nie eine Anfrage von Unterlagen im Fall Polanski aus der Schweiz erhalten habe. Brisant: In einem Brief an die US-Botschaft in Bern hält die Schweiz fest, dass Polanskis Auslieferung hauptsächlich abgelehnt wurde, gerade weil die USA angeforderte Unterlagen vorenthalten habe.

Erstaunlich ist dieser Streit deshalb, weil der Nachrichtenagentur AP ein Brief vorliegt, in dem die Schweiz beim US-Justizministerium eine Abschrift der Aussage des Staatsalwalt Roger Gunson, angefordert hat. Dieser war als aller erster vor 33 Jahren mit dem Fall betraut.

Darüber hinaus geht aus dem Schreiben - mit dem Datum vom 13 Mai. - hervor, dass die gewünschte Kopie nicht ausgehändigt werden könne. Die Folge: Weil die Schweiz die Dokumente nicht erhalten hat, wurde Polanski auf freien Fuss gesetzt.

Somit scheint klar: Die mangelnde Kommunikation zwischen dem US-Justizministerium und der Staatsanwaltschaft sind dafür verantwortlich, dass Polanski wieder ein freier Mann ist.

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