Wettstreit

Poker ums SVP-Präsidium: Kommt es zum Aargauer Duell Martina Bircher gegen Andreas Glarner?

Zwei Aargauer im Rennen ums SVP-Präsidium Schweiz: Martina Bircher und Andreas Glarner.

Zwei Aargauer im Rennen ums SVP-Präsidium Schweiz: Martina Bircher und Andreas Glarner.

Die Suche der SVP Schweiz neuen Präsidenten gestaltet sich zunehmend kompliziert. Nachdem am Wochenende auch der St. Galler Nationalrat Roland Büchel der Findungskommission einen Korb gegeben hat, sind die Augen noch mehr auf die beiden Aargauer Andreas Glarner und Martina Bircher gerichtet.

Die 36-jährige Aarburgerin wurde von alt Nationalrat Ernst Hasler empfohlen. Bircher gibt sich bedeckt: «Das sind Journalisten, die das schreiben.» Grundsätzlich schliesst die Aarburger Gemeinderätin eine Führungsfunktion in der Partei aber nicht aus: «Ich denke nicht über so etwas nach, bei mir ergibt es sich.»

Bereits am 22. August will die SVP an einer Delegiertenversammlung die Nachfolge von Albert Rösti bestimmen. Dass mit der aufstrebenden, aber national noch unerfahrenen Bircher eine neue Kandidatin ins Spiel gebracht wird, obwohl die Zeit davonläuft, müssen die beiden offiziellen Kandidaten Alfred Heer (Zürich) und der Aargauer SVP-Präsident Andreas Glarner zunehmend als Misstrauen interpretieren.

Dem Vernehmen nach geniesst der 57-jährige Nationalrat aus Oberwil-Lieli Support in der Westschweiz; dafür ist er Blocher und seinem Umfeld nicht geheuer. Auf Anfrage sagt Glarner: «Ich bin weiterhin im Rennen.» Er würde ein «sportliches Duell gegen Heer, Aargau gegen Zürich» begrüssen.

Ob er auch antritt, wenn er von der Findungskommission nicht empfohlen wird, lässt er offen. Eine mögliche Kandidatur von Martina Bircher will Glarner nicht kommentieren. Eine Einerkandidatur jedenfalls fände er «einer Volkspartei unwürdig». Somit ist theoretisch sogar ein Kampfkandidatur Glarner gegen Bircher nicht ausgeschlossen. (roc)

Lesen Sie hier in der AZ ab Mittwochmorgen (15.7) das grosse Sommerinterview mit Martina Bircher.

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