Verhütung

Pille ist lebensgefährlich: 14 Frauen sterben an Lungenembolien

Antibabypille zu schlucken kann Lungenembolien auslösen.

Antibabypille zu schlucken kann Lungenembolien auslösen.

14 Frauen sind zwischen 1991 und Ende Juni 2013 an einer tödlichen Lungenembolie in der Schweiz gestorben, weil sie die Pille genommen hatten. In diesem Jahr gibt es bereits zwei Todesfälle.

Céline ist kein Einzelfall: Wie der "Tages-Anzeiger" in seiner neuesten Ausgabe berichtet, gab es zwischen 1991 und Ende Juni 2013 in der Schweiz mindestens 14 Frauen, die an einer Lungenembolie gestorben sind nach der Einnnahme einer Antibabypille. Die Frauen waren laut dem schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic zwischen 17 und 49 Jahre alt, davon in sieben Fällen sogar unter 30. Im laufenden Jahr wurde Swissmedic bereits zwei Todesfälle gemeldet.

Mit 16 nahm Céline die Pille Yasmin, vier Wochen später hatte sie eine Lungenembolie mit verstopften Blutgefässen und einem Herz, das nicht mehr schlagen wollte. Céline ist heute gelähmt und muss 24 Stunden am Tag betreut werden. Das Zürcher Bezirksgericht hat eine Klage auf Schadenersatz abgewiesen, wie die "Rundschau" letzte Woche berichtete. Die Familie muss Yasmin-Produzent Bayer eine Prozessentschädigung von 120'000 Franken zahlen. Die Familie hat das Urteil weitergezogen.

Laut Fachleuten haben neuere Verhütungsmittel wie Yasmin ein doppelt so hohes Thromboserisiko wie Pillen der zweiten Generation und ein etwa gleich hohes Risiko wie Pillen der dritten Generation. Ein Grossteil der Meldungen über unerwünschte Nebenwirkungen gehen bei Swissmedic denn auch hinsichtlich dieser neueren Pillen ein. Insgesamt waren es seit Juni 2009 rund 800 Meldungen, über 200 davon betrafen Lungenembolien. (fam)

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