Der Rückzug auf der Insel Jolo werde im Tagesverlauf beginnen und binnen 36 Stunden abgeschlossen, kündigte Innenminister Ronaldo Puno in der Stadt Zamboanga an.

Es werde ein Korridor geöffnet, damit die radikalislamischen Entführer der Gruppe Abu Sayyaf eine der Geiseln freilassen könnten. Abu Sayyaf hatte gedroht, einen der drei verschleppten IKRK-Mitarbeiter zu enthaupten.

Der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Jakob Kellenberger, hatte am Vortag öffentlich an die Entführer appelliert, die drei Verschleppten freizugeben. Er sei "sehr besorgt" wegen der Todesdrohungen, erklärte Kellenberger.

Auch Aussenministerin Micheline Calmy-Rey zeigte sich im "Tagesgespräch" mit Schweizer Radio DRS "in grosser Sorge" um die Sicherheit der drei IKRK-Mitarbeiter.

Die Rebellen hatten am 15. Januar eine einheimische Mitarbeiterin des IKRK sowie einen Schweizer und einen Italiener verschleppt. Der Gruppe Abu Sayyaf werden eine ganze Reihe von Sprengstoffanschlägen auf den Philippinen und zahlreiche Entführungen zur Last gelegt.