Schule

Petition «gegen die Sexualisierung der Volksschule» eingereicht

Die Petition gegen die Sexualisierung der Volksschule» ist am Dienstag in Bern der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) übergeben worden. Die EDK spricht von Missverständnissen und Fehlinformationen.

Für die Petition seien in etwas mehr als drei Monaten 91'816 Unterschriften zusammengekommen, teilte das Petitionskomitee am Dienstag mit. Die Sammlung begann am 25. Juni. Hinter der Petition stehen Politikerinnen und Politiker aus CVP, FDP, SVP, EVP und EDU sowie eine Reihe von Organisationen und Lehrpersonen.

Sie wehren sich gegen ein Obligatorium für Sexualkunde an der Volksschule. Ein solches ist aus ihrer Sicht im Lehrplan 21 enthalten.

Die EDK bestätigte am Dienstagnachmittag in einer Mitteilung die Entgegennahme der Petition. Eine Antwort stellte sie den Petitionären zu einem späteren Zeitpunkt in Aussicht. Festzuhalten sei aber bereits heute, "dass die Unterlagen der Petitionäre Unterstellungen gegenüber dem Lehrplan 21 enthalten, die jeglicher Grundlage entbehren". So werde "fälschlicherweise behauptet", dass die Sexualerziehung mit dem Lehrplan 21 eingeführt werden soll.

Missverständnisse

Es sei "bedauerlich", dass das wichtige Thema Sexualerziehung in dieser Art und Weise diskutiert werde. Die Auseinandersetzung sei "geprägt von vielen Missverständnissen und Fehlinformationen". Weder die EDK noch die Deutschschweizer EDK noch deren Verwaltungsstellen hätten "je einen Auftrag zur Erarbeitung von Grundlagen für eine Neugestaltung des Sexualkundeunterrichts in der Volksschule erteilt oder sich an entsprechenden Arbeiten beteiligt".

Vielmehr sei die Entwicklung des Lehrplans 21 ein Projekt der 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantone. Die politische Steuergruppe des Projekts habe vergangene Woche ein Grundsatzpapier zum Thema Sexualität und Lehrplan 21 veröffentlicht. Der Lehrplan soll 2014 vorliegen.

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