Peter Wuffli
Peter Wuffli ist als Präsident der «Freunde der FDP» zurückgetreten

Der frühere CEO der UBS war für die FDP zur Belastung geworden. Seinen Rücktritt begründet Wuffli damit, dass er vor den Wahlen im Herbst 2011 nicht zur Hypothek der Partei werden wolle.

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Peter Wuffli

Peter Wuffli

Keystone

Gieri Cavelty

Peter Wuffli ist als Präsident der «Freunde der FDP» zurückgetreten. Als früherer CEO der UBS war der 52-Jährige für die Partei zur Belastung geworden. So hatte der Aargauer Nationalrat Philipp Müller unlängst in einem Interview Wufflis Rücktritt gefordert: "Wir dürfen uns nicht mehr mit Personen identifizieren, die dem Land enorm geschadet haben." In seinem Schreiben an die Parteileitung hält Wuffli denn auch fest: Er wolle sich aus der politischen Diskussion herausnehmen und der Partei vor den Wahlen im Herbst 2011 nicht zur Hypothek werden.

Die 2004 von Wuffli und weiteren Wirtschaftsvertretern ins Leben gerufenen "Freunde der FDP" sind ein wichtiger Sponsor der Freisinnigen. Dem Vernehmen nach lässt der 150 Mitglieder zählende Verein der Partei jährlich etwa 500 000 Franken zukommen; das ist weit mehr als ein Drittel des FDP-Bugdets. Nachdem es vor Jahresfrist schon einmal Kritik an der Besetzung des Vorsitzes gehagelt hatte, wollte Andreas Schmid, VR-Präsident des Zürcher Flughafens, Wuffli als Chef-Sponsor der FDP ablösen - damals intervenierte aber Fulvio Pelli, der FDP-Präsident hielt an Wuffli fest. Nun hat sich offenbar aber auch Pelli nicht mehr gegen den Rücktritt Wufflis gewehrt, und Andreas Schmid amtet nun als interimistischer Vereinspräsident.