Der Entscheid sei einstimmig gefallen, teilte die Partei am Mittwochabend mit. Mit Hegglin verfüge die CVP Kanton Zug über einen ausgewiesenen Kandidaten, welcher die Voraussetzungen für das herausfordernde Amt des Bundesrates optimal erfülle.

Hegglin ist der erste offiziell nominierte CVP-Kandidat einer Kantonalpartei. Er hatte am vergangenen Sonntag das Rennen um die Nachfolge von Doris Leuthard lanciert, indem er in einem Interview seinen Entscheid publik machte.

Ins Feld führt Hegglin seine 30-jährige Erfahrung in der Exekutive und Legislative auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene. Seit 2015 ist er Ständerat. Der 58-Jährige sieht sich als gut vernetzten Brückenbauer, der einen "hohen Beitrag zum Wohlergehen der Schweiz" leisten will.

Vom Bio-Bauernhof in den Regierungsrat

Hegglin wuchs im Kanton Zug auf und absolvierte ursprünglich eine Lehre zum Landwirt. Er führte einen Bio-Bauernhof und schaffte schliesslich den Sprung in den Zuger Kantons- und in den Regierungsrat. Er ist verheiratet und Vater von vier Kindern.

Die Kantonalparteien müssen die Kandidatinnen und Kandidaten bis am 25. Oktober nominieren und der Findungskommission melden. Eine unabhängige Prüfungskommission unternimmt anschliessend eine vertrauliche Personenüberprüfung. Die Bundesrats-Ersatzwahlen finden am 5. Dezember statt.