Peru

Peruanische Guerillachefs heiraten im Gefängnis

Ein Bild des Guerilla-Paares aus dem Jahr 2004

Ein Bild des Guerilla-Paares aus dem Jahr 2004

Die beiden Anführer der linksgerichteten peruanischen Guerillaorganisation «leuchtender Pfad», Abimael Guzmán und Elena Iparraguirre, haben sich im Gefängnis das Ja-Wort gegeben. In einer Zeremonie von 15 Minuten heirateten die beiden Guerillaführer in Gegenwart einiger Verwandter standesamtlich.

Die Hochzeit war aus Sicherheitsgründen geheim gehalten worden. Der 75-Jährige und die 61-Jährige sitzen bereits seit 1992 im Gefängnis und waren schon bei ihrer Verhaftung ein Paar. Nach einigen Jahren Haft wurden sie in getrennten Gefängnissen untergebracht. Von der Hochzeit erhoffen sie sich die Möglichkeit, sich öfter besuchen zu können.

Der maoistische «leuchtende Pfad» wird von der UNO und der EU als eine der gefährlichsten Terrororganisationen bezeichnet. Die Gruppe sorgte in den 1980er Jahren in Peru für bürgerkriegsähnliche Zustände, die rund 70'000 Menschen das Leben kosteten.

Die Organisation wird für 40'000 Tote verantwortlich gemacht. Der ehemalige Philosophieprofessor Guzmán gilt als Gründer und Anführer.

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