Der RegioExpress im Bahnhof Chur war kurz nach fünf Uhr morgens in Richtung Landquart losgefahren, als sich auf dem Nebengleis der Güterzug ebenfalls in Bewegung setzte. Bei der Flankenfahrt in der Nähe einer Weiche streiften sich die Fahrzeuge bei niedrigem Tempo leicht, entgleisten aber nicht.

Die Passagiere im Personenzug blieben unverletzt. Sie konnten am Perron aussteigen und mussten auf die nächste Verbindung umsteigen. Die Ursache des Unfalls wird von der unabhängigen Unfalluntersuchungsstelle des Bundes (Sust) abgeklärt, wie die SBB mitteilte.

An den Zügen und am Gleis entstand nach ersten Erkenntnissen geringer Sachschaden. So wurde die Lackierung an der Güterzugslokomotive leicht beschädigt.

Die beiden Züge konnten mit eigenem Antrieb auseinander fahren. Der Personenzug des Typs RegioDosto fuhr zur Begutachtung nach Zürich, die Güterlok wurde vor Ort von einem technischen Kontrolleur untersucht.

Spezialisten kontrollierten zudem die Gleisgeometrie von Gleis 5, wo sich der Unfall ereignete. Das Gleis wurde im Verlauf des Vormittags wieder für den Verkehr freigegeben. Wegen der Kollision kam es am Vormittag zu Gleisänderungen.