Gifte in Fischen

PCB in Fischen: Kantone zum Handeln aufgefordert

Fische aus manchen Schweizer Gewässern weisen eine hohe Konzentration an dioxinähnlichen polychlorierten Bipehnylen (PCB) auf. Dies bestätigt ein neuer Bericht. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) fordert die Kantone zum Handeln auf.

Gesamthaft betrachtet sei die Belastung der Fische zwar nicht übermässig hoch, schreibt das BAFU in einer Mitteilung. In manchen Flüssen seien aber hohe PCB-Konzentrationen gemessen worden.

Deutlich über dem gesetzlich festgelegten Toleranzwert liegt die PCB-Konzentration in Fischen aus der Birs unterhalb von Choindez, der Saane unterhalb der Deponie La Pila und dem Hochrhein. Auch fettreiche Agonen aus dem Langensee sind betroffen, wie der Bericht zeigt.

Dies bestätigt die Beobachtungen der letzten Jahre. Nach der punktuellen Messung von hohen PCB-Konzentrationen in Fischen werteten Wissenschaftler mehr als 1300 Messungen der vergangenen 20 Jahre aus.

Fazit: Es besteht Handlungsbedarf. Die Befunde zeigten, dass Massnahmen zur Reduktion der Belastung von Mensch und Umwelt zu treffen seien, schreibt das BAFU. Um die Belastungen zu verringern, müssten die Ursachen identifiziert und Verschmutzungsquellen saniert werden.

Ausgehen könnte die Verschmutzung von Deponien und Schrottplätzen. Um die Kantone zu unterstützen, entwickelt das BAFU eine Arbeitshilfe für die Planung und Durchführung von Abklärungen.

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