Wintersession

Pascale Bruderer und Erika Forster in den höchsten Ämtern

Pascale Bruderer für ein Jahr höchste Schweizerin (Archiv)

Paul Bruderer ist stolz auf seine Tochter

Pascale Bruderer für ein Jahr höchste Schweizerin (Archiv)

Erstmals steht sowohl im National- als auch im Ständerat eine Frau an der Spitze: Der Nationalrat hat Pascale Bruderer von der SP zur Präsidentin gewählt. Neue Ständeratspräsidentin ist Erika Forster von der FDP.

Die 32-jährige Pascale Bruderer ist die zehnte und bisher jüngste Frau in diesem Amt. Sie erhielt 174 von 182 gültigen Stimmen. Das Resultat ehre sie und ihren Kanton, sagte die Aargauerin. Sie sei bereit, die Verantwortung nach bestem Wissen und Gewissen wahrzunehmen.

Bruderer verkörpert die neue Generation von Politikerinnen und Politikern. Ihr erstes politisches Mandat hatte sie vor 12 Jahren im Stadtparlament von Baden AG angetreten. 2001 schaffte sie den Sprung in den Aargauer Grossen Rat, ein Jahr später sass sie bereits im Nationalrat. Mit 24 Jahren war sie damals das jüngste Parlamentsmitglied.

Die neue Nationalratspräsidentin ist Politologin und arbeitet neben ihrer politischen Tätigkeit für Nonprofit-Organisationen. Seit Mitte des Jahres ist sie Geschäftsführerin der Krebsliga Aargau. Zudem bietet sie Beratungen in Kommunikation und PR an.

Erika Forster wurde 1976 ins St. Galler Stadtparlament gewählt, das sie später als erste Frau präsidierte, 1988 zog Forster in den Kantonsrat ein. Ständerätin ist sie seit 1995. Daneben sitzt die 65-Jährige in der Geschäftsleitung der FDP Schweiz und präsidiert wohltätige Institutionen wie den Spitexverband St. Gallen.

Der Rat wählte Forster mit 43 Stimmen. Die dritte Frau an der Spitze des Ständerats löst SP-Vertreter Alain Berset ab, der vor der Übergabe des Zepters der Schweiz empfahl, die internationalen Beziehungen zu pflegen.

National- und Ständerat bestellten zu Beginn der Wintersession auch die Vizepräsidien neu. Zum ersten Vizepräsidenten wählte der Nationalrat mit 170 von 177 gültigen Stimmen den 51-jährigen Jean-René Germanier von der FDP. Zum zweiten Vizepräsidenten wurde SVP-Nationalrat Hansjörg Walter gewählt, mit 149 von 165 gültigen Stimmen.

Erster Vizepräsident des Ständerates wurde der 62-jährige Urner CVP-Vertreter Hansheiri Inderkum, zweiter Vizepräsident Hans Altherr (FDP/AR).

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