Bundesratswahl

Parteichef Rösti erklärt: Darum hat die SVP Cassis gewählt

Albert Rösti schüttelt Ignazio Cassis die Hand.

SVP-Präsident Albert Rösti zeigt sich zufrieden mit der Wahl eines Tessiners zum Bundesrat und wertet diese als «wertvoll für den nationalen Zusammenhalt». Entscheidend sei für die SVP Cassis' Versprechen gewesen, im EU-Dossier auf den «Reset-Knopf» drücken zu wollen.

Auch der Umstand, dass Ignazio Cassis einen Grenzgänger-Kanton vertritt, sei für die Landesregierung ein Plus.

Cassis' Sichtweise könne für wichtige Bundesratsdossiers wie der Asylpolitik oder dem Verhältnis zur EU von Vorteil sein, sagte Rösti gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Eine Vertretung des Tessins sei seit 18 Jahren fällig gewesen, sagte Rösti gegenüber Schweizer Fernsehen SRF. Es freue ihn deshalb besonders, dass es gelungen sei, Cassis bereits im zweiten Wahlgang zu wählen.

Entscheidend sei für die SVP Cassis' Versprechen gewesen, im EU-Dossier auf den "Reset-Knopf" drücken zu wollen. Cassis habe im Vorfeld der Wahl klar gesagt, dass er gegen ein Rahmenabkommen mit der EU sei, gegen eine automatische Rechtsanpassung und gegen "fremde Richter".

"Gestützt auf diese Aussagen haben wir natürlich auch Erwartungen an ihn", sagte Rösti. Auf die Frage, ob die SVP bei einer Neuverteilung der Departemente nach dem Aussendepartement strebe, hielt sich Rösti zurück. "Natürlich werden wir mit unseren Bundesräten das Gespräch suchen, aber am Schluss entscheidet der Gesamtbundesrat darüber."

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