Die neue Sammelpartei werde zwar einheitlich sein, doch nicht unbedingt einheitlich denken müssen, versicherte Fini. Damit wollte er die Befürchtung seiner Anhänger aus dem Weg räumen, dass die AN, von der rund doppelt so grossen Forza Italia unter Führung von Regierungschef Silvio Berlusconi aufgesogen werde.

Am vergangenen Sonntag hatte Fini seine vor 15 Jahren gegründete AN aufgelöst, um sie mit der der Forza Italia zu fusionieren. Der dreitägige Gründungskongress für die neuen Partei "Popolo della Liberta" ("Volk der Freiheit") begann am Freitag in Rom.

"Das 'Volk der Freiheit' geniesst eine enorme politische Zustimmung, die die Partei nutzen muss, um Italien zu modernisieren", sagte Fini weiter.

Fini drängte auf tiefgreifende Verfassungsreformen. Italien müsse zum föderalen Staat werden und auch die Institutionen sollten modernisiert werden. "Die Demokratie muss entscheidungsfähig sein."

Regierungschef Berlusconi hatte am Freitagabend den Gründungskongress eröffnet. Der Medienzar wird am Sonntag seine Abschlussrede halten und dann die neue Partei offiziell aus der Taufe heben. Neuer Parteichef soll er selbst werden.