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Parlamentarier wollen keine Corona-Pause im Parlamentsbetrieb

SVP-Nationalrat Thomas Aeschi wollte den Parlamentsbetrieb wegen der dramatisch schnellen Verbreitung des Corona-Virus für eine Woche aussetzen. Eine Mehrheit lehnte ab.

(wap) Mit 155 zu 13 Stimmen lehnte der Nationalrat einen Antrag von Thomas Aeschi (SVP) ab, der eine Aussetzung des Ratsbetriebs für eine Woche gefordert hatte. 8 Parlamentarier enthielten sich der Stimme. Im Vorfeld äusserten sich verschiedene Politiker öffentlich zum Antrag von Aeschi. SP-Fraktionspräsident Roger Nordmann sprach im Schweizer Fernsehen von «Fahnenflucht»: Das Parlament müsse arbeiten wie die anderen Leute auch. Auch Gerhard Pfister (CVP) und Marianne Binder (CVP) argumentierten in Twitter-Beiträgen, dass es unsolidarisch wäre, die Sitzungen zu vertagen.

Thomas Aeschi (SVP) wollte wegen des Virus Vorsicht walten lassen.

Thomas Aeschi (SVP) wollte wegen des Virus Vorsicht walten lassen.

Bereits am Mittag hatte das Parlamentsbüro erklärt, dass die Sitzungen weitergehen könnten. In verschiedenen Staaten, darunter Iran, Italien und Frankreich war es zuvor zu Infektionen im Parlamentsbetrieb gekommen. Das soll in der Schweiz nicht passieren, erklärte Nationalratspräsidentin Isabelle Moret. Man wasche sich die Hände und übe sich in Eigenverantwortung.

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