"Die drohenden Prämienerhöhungen sind Gift für die angeschlagene Wirtschaft", sagte Ständerätin Simonetta Sommaruga (SP/BE) vor den Medien in Bern. Um die Kaufkraft der Konsumenten zu erhalten, brauche es Sofortmassnahmen, die den Prämienanstieg dämpften.

Parlamentarier aus den vier grossen Bundeshausfraktionen wie auch der Krankenkassenverband santésuisse bezeugten ihre Unterstützung für die Vorschläge. Ständeratin Verena Diener (GLP/ZH) schlug vor den Vergleichsländerkorb zu erweitern.

Neu sollen auch Frankreich, Österreich und Italien berücksichtigt werden. "Die Preise sind dort nämlich markant tiefer." Laut Diener können so 200 Millionen Franken eingespart werden.

Ein weiterer Dorn im Auge der Ratsmitglieder sind die Indikationserweiterungen. Santésuisse-Präsident und Nationalrat Claude Ruey (FDP/VD) warf der Pharmaindustrie vor, Medikamente absichtlich zunächst für einen eingeschränkten Anwendungsbereich anzumelden. Dadurch würde das BAG einen relativ hohen Preis festlegen.

Schliesslich sollen Generika mehr gefördert werden. Für Ständerat Christoffel Brändli (SVP/GR) wird nämlich deren Sparpotenzial noch ungenügend genutzt. "Im Vergleich zum Ausland sind die Generika-Preise in der Schweiz viel zu hoch", sagte er.