Die grosse Kammer stellte sich am Donnerstag mit 104 zu 70 Stimmen hinter die Motion von René Imoberdorf (CVP). Der Walliser hatte die Aufstockung mit der gewachsenen Zahl von Pärken begründet. Bei den 10 Millionen Franken sei man von zehn Naturpärken von regionaler Bedeutung und einem bis zwei neuen Nationalpärken ausgegangen.

Die Nein-Stimmen kamen von der SVP sowie aus den Fraktionen von FDP und CVP/EVP. Auch die Minderheit liebe Pärke, hielt Sprecher Felix Müri (SVP/LU) fest. Es brauche aber Wettbewerb und nicht einfach Staatsgelder für die Pärke. Einen finanziellen Notstand gebe es nicht. "Die jetzige finanzielle Unterstützung ist mehr als genug."

Mittlerweile tragen 16 Regionen das Label "Park von nationaler Bedeutung", wie das Netzwerk Schweizer Pärke schreibt. Vier weitere Pärke sind in der Errichtungsphase und tragen das Label "Kandidat". Somit dürfte es dereinst 20 Pärke geben.

Auch der Bundesrat lehnte das Anliegen ab. Die Pärke-Politik sei eine Erfolgsgeschichte, argumentierte Umweltministerin Doris Leuthard. Die heutigen Finanzhilfen des Bundes seien jedoch immer subsidiär anzusehen für den Fall, dass Selbsthilfemassnahmen nicht genügten. "Der Bund betreibt eine Förderpolitik."

Sie verwies zudem auf die Sparaufträge des Parlaments und auf die Umsetzung der Strategie Biodiversität. Gegebenenfalls könne das Parlament im Zusammenhang mit der Umsetzung der Biodiversitätsstrategie die Mittel für die Pärke erhöhen.