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Parlament schaut die Wahl von Claude Béglé genauer an

GPK beschäftigt sich mit der Wahl von Claude Béglé (Archiv)

GPK beschäftigt sich mit der Wahl von Claude Béglé (Archiv)

Die Geschäftsprüfungskommissionen (GPK) des Parlaments wollen die Umstände der Wahl des vergangene Woche zurückgetretenen Post-Verwaltungsratspräsidenten Claude Béglé unter die Lupe nehmen. Dies haben sie an einer Sitzung von letzter Woche beschlossen.

Es gehe darum, dieses Wahlverfahren zu untersuchen und eventuell Lehren für die Zukunft zu ziehen, erklärte Nationalrat Max Binder (SVP/ZH), Präsident der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF), in Bern vor den Medien.

Die Kommission führte Gespräche mit Postminister Moritz Leuenberger sowie mit dem neuen Post-Verwaltungsratspräsidenten Peter Hasler und dem Post-CEO Jürg Bucher.

Es seien "offene, sehr konstruktive" und "informell wichtige Gespräche" gewesen, sagte Binder. Im Wesentlichen hat Bundesrat Leuenberger laut Binder dabei die bisherigen Aussagen zu den Turbulenzen an der Post-Spitze wiederholt und bekräftigt.

Der neue Verwaltungsratspräsident, Peter Hasler, habe "hoch motiviert" gewirkt, sagte Binder weiter. Und er habe klargestellt, dass er nur auf Basis von Verwaltungsratsbeschlüssen kommunizieren werde.

Laut Binder äusserte sich Hasler auch zum Rückgang der Briefpost. Der neue Präsident rechnet demnach mit einem Rückgang, aber nicht - wie andere - um 30 Prozent, sondern um 10 bis 20 Prozent.

Bucher machte seinerseits laut Binder deutlich, dass er sich mittelfristig auf seine Aufgaben als Konzernchef konzentrieren und die Verantwortung für Post Finance abgeben wolle.

Am Dienstag wird sich die Kommission mit der Liberalisierung des Postmarktes befassen. "In welche Richtung es geht, ist noch offen", sagte Binder. Er schloss nicht aus, dass die Kommission noch zusätzliche Informationen verlangen und deshalb das Geschäft sistieren wird.

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