Monika Ribar

«Paradise Papers»: So verteidigt die SBB-Präsidentin ihre Angola-Connection

SBB-Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar

SBB-Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar

100'000 Dollar soll SBB-Präsidentin Monika Ribar für ein heikles Geschäft in Angola kassiert haben, wie der «Tages-Anzeiger» im Rahmen der «Paradise Papers» publik machte.

Im Mai 2015 trat Ribar, damals schon Vizepräsidentin des SBB-Verwaltungsrats, in den Verwaltungsrat der Capoinvest Limited ein. Diese Firma von Jean-Claude Bastos ist auf den Britischen Jungferninseln domiziliert. Sie steht hinter der Finanzierung des Baus eines Tiefseehafens in der angolanischen Provinz Cabinda.

Das Problem: Obwohl der Schweiz-Angolaner Bastos 2011 vom Zuger Strafgericht wegen mehrfacher qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung verurteilt wurde, verwaltet er den angolanischen Staatsfonds. 

«Sachen sorgfältig geprüft»

Im «Blick» verteidigt Ribar ihr Engagement: Sie habe das Hafenprojekt in Angola logistisch als sehr interessant beurteilt,. Im Rahmen des Mandats habe sie mitgeholfen, das Hafenprojekt aufzusetzen, basierend auf ihren «grossen Erfahrungen in der globalen Logistik, im Management und in Afrika.»

Die Vorgeschichte von Bastos habe sie aus Medienberichten gekannt. «Wie bei der Annahme von allen Mandaten habe ich eine sorgfältige Prüfung durchgeführt», verteidigt sich Ribar im «Blick» . 

Zur fürstlichen Entlöhnung für ihr Mandat sagte die Kaderfrau nur so viel. «Die Entlöhnung bewegte sich im üblichen Rahmen für vergleichbare Mandate.» (amü)

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