Das teilte der Vatikan mit. Der Papst nahm auf der tief katholisch geprägten Mittelmeerinsel an den Gedenkfeiern zur Ankunft des Apostels Paulus vor fast 2000 Jahren teil.

Bei der Begegnung mit den Betroffenen, die von Geistlichen missbraucht wurden, habe der Papst zugesagt, alles in seiner Macht stehende zu unternehmen, um die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen, teilte der Vatikan weiter mit. Ausserdem habe er konkrete Schritte angekündigt, um sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche in Zukunft zu verhindern.

Die betroffenen Männer waren in den 1980er-Jahren in Waisenhäusern auf Malta Opfer sexueller Übergriffe durch Geistliche geworden. Sie hatten ein Treffen mit dem Papst und eine Entschuldigung verlangt.

Die katholische Kirche Maltas räumte jüngst ein, allein seit 1999 seien 26 neue Fälle von Kindesmissbrauch durch Geistliche bekannt geworden. In dem kleinsten EU-Mitgliedstaat Malta sind rund 95 Prozent der Bevölkerung Katholiken.

Auf Malta sprach der Papst auch das Problem der illegalen Einwanderer an, von denen die zwischen Sizilien und dem afrikanischen Kontinent gelegene Insel stark betroffen ist. Dies sei eine "grosse Herausforderung unserer Zeit", der sich alle stellen müssten.

Die Insel allein könne dieses Problem nicht lösen. Doch müsse es für die Einwanderer einen Platz für ein "menschenwürdiges Leben" geben. Allein im Jahr 2008 landeten fast 3000 Bootsflüchtlinge aus Afrika auf der Mittelmeerinsel.