Kommentar
Massnahmen, die keine Freude machen – Masken sind jedoch das kleinere Übel

Für immer mehr Kinder und Jugendliche gehören Masken zum Schulalltag. Von ihnen wird Solidarität verlangt – die wir alle auch leisten sollten.

Maja Briner
Maja Briner
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Die Maske gehört für ältere Schülerinnen und Schüler bereits zum Coronaalltag – bald schon könnten auch jüngere von der Maskenpflicht betroffen sein.

Die Maske gehört für ältere Schülerinnen und Schüler bereits zum Coronaalltag – bald schon könnten auch jüngere von der Maskenpflicht betroffen sein.

Bild: Keystone

Wenn die Schule wieder losgeht, heisst es für viele Kinder: Maske auf. Neu gilt in fast der Hälfte der Deutschschweizer Kantone die Pflicht ab der ersten Klasse. Derweil erwägt der Bund, die Maskenpflicht in ÖV und Läden auch auf Kinder unter zwölf Jahren auszuweiten.

Das sind Massnahmen, die keine Freude machen. Wenn man bedenkt, wie schwer sich manche Erwachsene mit Masken tun – wie muss es für Erstklässler sein? Zum Glück sind Kinder äusserst anpassungsfähig. Und verblüffend vernünftig, wenn es darum geht, sich und andere gegen das Virus zu schützen.

Denn eines ist inzwischen klar: Auch Kinder können sich infizieren und andere anstecken. Zwar erkranken sie glücklicherweise nur sehr selten schwer. Doch Long Covid kann auch sie treffen. Und sie können das Virus in ihre Familien tragen. Deshalb ist es gerade angesichts der anrollenden Omikron-Welle wichtig, die Kinder in den Schulen so gut wie möglich zu schützen. Vor allem auch, da sie sich bisher noch nicht impfen lassen konnten.

Eines aber darf nicht vergessen gehen: Den Kindern und Jugendlichen wird in dieser Pandemie viel abverlangt – obwohl das Virus für sie deutlich weniger gefährlich ist als für die ältere Generation. Von ihnen wird Solidarität eingefordert, die wir alle auch leisten sollten. Das heisst: impfen lassen, sich an die Massnahmen halten. Auf dass die Kinder die Maske bald wieder ablegen können.

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