Schweiz

Palmöl-Referendum: Unterschriften gegen «Verbrechen an unserer Zukunft» eingereicht

Transport von Früchten der Ölpalme in Indonesien. (Symbolbild)

Transport von Früchten der Ölpalme in Indonesien. (Symbolbild)

Das Referendumskomitee «Stop Palmöl» hat am Montag in Bern über 59'000 Unterschriften gegen das Freihandelsabkommen der Schweiz mit Indonesien eingereicht.

(mg) Damit kommt dieses wohl vor das Schweizer Stimmvolk. Die Initianten des «Stop Palmöl»-Referendums haben laut eigenen Angaben am Montag rund 59'200 beglaubigte Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht. Nötig für das Zustandekommen sind 50'000 gültige Unterschriften. «Die Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens führt zur Aufgabe unserer Sozial- und Umweltstandards», sagte Willy Cretegny, einer der treibenden Kräfte hinter dem Referendum, anlässlich der Einreichung laut Redetext.

«In Indonesien wird in diesem Moment Verbrechen an unserer Zukunft verübt. Jede Stunde verschwindet in Indonesien Regenwald von der Fläche von 100 Fussballfeldern», wird Juso-Präsidentin Ronja Jansen. Dies passiere unter anderem um Palmöl zu gewinnen. «Aber dies ist kein Referendum, das sich auf den Widerstand gegen die Einfuhr dieses Öls oder gegen die Abholzung der Wälder in Indonesien beschränkt. Es ist eindeutig eine Opposition zum Freihandelssystem», sagte Cretegny.

Das Parlament hatte dem umstrittenen Abkommen im letzten Dezember zugestimmt. Dagegen haben die Jungsozialisten und Willy Cretegny als auch die Westschweizer Bauerngewerkschaft Uniterre und Agriculture du futur das Referendum ergriffen.

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