Die Regierung in Islamabad bestätigte den Tod zunächst nicht offiziell. Aussenminister Shah Mehmood Qureshi erklärte aber unter Berufung auf Geheimdienstberichte aus dem Grenzgebiet zu Afghanistan, Mehsuds Tod sei "so gut wie bestätigt".

Aus US-Kreisen verlautete, es gebe Grund zur Annahme, dass Mehsud, dessen zweite Frau bei dem Angriff am Mittwoch ums Leben kam, ebenfalls tot sei. Es gebe derzeit aber keine Bestätigung dafür.

Die Regierung macht Mehsud und seine Anhänger für Anschläge mit Hunderten von Toten verantwortlich, darunter für den Mord an Ex-Premierministerin Benazir Bhutto. Diesen hatte Mehsud aber stets bestritten.

Auch der Selbstmordanschlag auf das Marriott-Hotel in Islamabad mit über 50 Toten im Herbst vorigen Jahres wird Mehsuds Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP) zugeschrieben.

Die Beerdigung des engen Al-Kaida-Verbündeten habe bereits stattgefunden, hiess es aus Geheimdienstkreisen in der Region. Die USA haben ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar auf Mehsud ausgesetzt.

Gemäss anderen Geheimdienstquellen gibt es aber Hinweise, dass die Anführer mehrerer Taliban-Gruppen eine Schura (Ratssitzung) in diesem Stammesgebieten planen. Spekulationen zufolge könnte dort ein Nachfolger Mehsuds gewählt werden.

Als Kandidaten gelten die Extremisten Hakimullah Mehsud, Maulana Azmatullah und Wali-ur-Rehman. Süd-Waziristan gilt als Hochburg seiner Organisation Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP), der Taliban-Bewegung Pakistans.