Pakistan

Pakistans Luftwaffe beschiesst Taliban-Stützpunkte nahe Afghanistan

Offensive gegen Mehsud-Anhänger

Offensive gegen Mehsud-Anhänger

Im Nordwesten Pakistans haben Kampfflugzeuge der pakistanischen Armee mutmassliche Rückzugsorte des pakistanischen Taliban-Chefs Baitullah Mehsud angegriffen. Etwas beruhigt hat sich die Lage inzwischen im Swat-Tal.

Mehr als 300'000 Vertriebene seien dabei nach Swat, Buner und Dir zurückzukehren, sagte UNICEF-Nothilfe-Direktor Louis-Georges Arsenault. Gegen zwei Millionen Menschen waren in Folge der Grossoffensive der Armee gegen die Taliban Ende April aus dem Gebiet geflohen. "Sie wollen so schnell wie möglich und um jeden Preis heimkehren", sagte Arsenault an einer Pressekonferenz in Genf.

Am Dienstagabend hätten mehrere Jagdflugzeuge zwei Rebellenstützpunkte in der Region Sarwakai in Süd-Waziristan beschossen, sagte ein Armeevertreter der Nachrichtenagentur AFP. Dabei seien die Stützpunkte in Gurguri und Ous Pass zerstört und vier von Mehsuds Kämpfern getötet worden. Ein Regierungvertreter bestätigte die Angriffe, nannte aber keine Opferzahlen.

Die USA sehen in Mehsud einen wichtigen Unterstützer des Terrornetzwerks Al-Kaida und haben auf ihn ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar ausgesetzt. Die Regierung in Islamabad wirft Mehsud vor, für eine Reihe von Selbstmordanschlägen in den vergangenen zwei Jahren verantwortlich zu sein.

Bereits vor gut einem Monat hatte die pakistanische Armee eine Grossoffensive gegen Rebellen in den Bergen Süd-Waziristans angekündigt. Bislang wurden die Aufständischen aber offenbar nur von der pakistanischen Luftwaffe oder von US-Drohnen angegriffen.

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