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OVA-Areal-Investor: «Wir wollen endlich Rechtssicherheit»

Wann weichen die alten OVA-Gebäude einer Überbauung? (Bild Werner Schneiter)

OVA-Areal-Investor: «Wir wollen endlich Rechtssicherheit»

Wann weichen die alten OVA-Gebäude einer Überbauung? (Bild Werner Schneiter)

Einen vom Kanton abgesegneten Gestaltungsplan und Klarheit in Sachen Planungszone: Hermann Hess, Verwaltungsratspräsident der gleichnamigen Immobilienfirma und Investor auf dem OVA-Areal in Affoltern, will mit der Überbauung vorwärtsmachen. «Wir brauchen endlich Rechtssicherheit», sagt er.

Von Werner Schneiter

Die Pläne für eine Überbauung des rund 20{FSPACE}000 Quadratmeter grossen Areals auf dem OVA-Gelände in Affoltern sind schon weit gediehen. Dass es für den Investor, die Hess Immobilien AG, immer noch «warten» heisst, hat verschiedene Gründe: Die Gemeindeversammlung von Affoltern sagte am 21. September 2009 Ja zum «Gestaltungsplan OVA» - eine unabdingbare Voraussetzung für eine Bebauung des Areals. Dieser Gestaltungsplan liegt nun abermals beim Kanton. Hermann Hess etwas ungehalten: «Die Gemeindeversammlung hat Ja gesagt zu diesem Plan, der ja zuvor auch mit kantonalen Fachstellen besprochen worden ist - und nun liegt er abermals beim Kanton. Wir brauchen endlich Rechtssicherheit, und wir wollen vorwärtsmachen. Wir stecken derzeit in wichtigen Verhandlungen», so der Investor. Dazu erklärte René Loner von der Medienstelle der kantonalen Baudirektion: «Es handelt sich um das formelle, gegenwärtig laufende Genehmigungsverfahren. Ein Genehmigungsantrag der Gemeinde liegt vor. Im Rahmen des Verfahrens prüft nun die Baudirektion den Gestaltungsplan formell auf Recht- und Zweckmässigkeit. Das Ergebnis dieser Prüfung wird bis spätestens Ende April vorliegen.»
Klarheit wünscht sich Hermann Hess auch in Sachen Planungszone, mit der eine Baubewilligung einstweilen blockiert ist. Die von 422 Personen unterzeichnete Initiative einer Verlängerung dieser Planungszone hat der Gemeinderat Affoltern kürzlich für ungültig erklärt. Das Begehren sei nicht initiativfähig, liess der Gemeinderat nach Prüfung durch zwei Instanzen verlauten. Nun hat OVA-Nachbar Hans-Peter Gautschi eine Einzelinitiative eingereicht, welche die Überarbeitung des Verkehrskonzepts am Autobahnanschluss fordert. Das heutige Konzept verbiete eine Baubewilligung für Hornbach, Albispark und OVA-Areal, hält der Initiant fest.
Der Gemeinderat werde diese Initiative an seiner Sitzung vom 20. April behandeln und Beschluss fassen, sagte Gemeindeschreiber Silvio Böni auf Anfrage.


Pflegeheim oder nur Altersheim?
Neben Hotel, Gewerbeteil und Wohnungen zieht die Hess Immobilien AG auf dem OVA-Areal auch den Bau eines Pflegeheims in Betracht. «Wir haben dazu ein Grobkonzept erstellt und die ungefähren Kosten ermittelt. Wir hätten auch einen professionellen Betreiber», sagt Hermann Hess unter dem Hinweis, dass es an solchen Pflegeplätzen schweizweit mangelt und deshalb Marktchancen vorhanden sind. Er hat diese Pläne auch der Gemeinde offenbart - und ist dort nicht gerade mit offenen Armen empfangen worden. Der Gemeinderat will das Haus zum Seewadel sanieren und erweitern und hat dem Architekturbüro kürzlich Vorgaben für das Vorprojekt gemacht. «Da wollen wir nun mit aller Kraft vorwärtsmachen», sagt Gemeinderätin Heidi Fraefel. Eine gemeinsame Lösung wirds da wohl nicht geben. Hess bedauert das, umso mehr, als ein Pflegeheim auf dem OVA-Gelände an idealer Lage ist. «Am besten wäre sogar eine bezirksweite Lösung», fügt der Investor bei, der sich eine andere Möglichkeit offenhält: den Bau eines Altersheims, wo bedeutend weniger Personal nötig ist als in einem Pflegeheim.


Hotel: Mietvertrag unterschrieben
Weiter gediehen sind die Pläne für das Hotel auf dem OVA-Areal mit rund 100 Zimmern. Der Mietvertrag mit dem Betreiber einer bekannten Hotelkette ist unterschrieben. «Es fehlen nur noch Kleinigkeiten. Deshalb will ich den Namen der Kette noch nicht nennen», sagt Hermann Hess.

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