Optimierte Variante für die Umfahrung Ottenbach

Mit einer neuen Umfahrung soll die Gemeinde Ottenbach vom zu erwarten-den Zubringerverkehr aus dem Freiamt zum N4-Anschluss Affoltern am Albis entlastet werden. Der Regierungsrat hat sich nun für eine Umfahrungsvariante entschieden, die den zahlreichen verschiedenen Anforderungen am besten ent-spricht.

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Umfahrung Ottenbach.jpg

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Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Der Regierungsrat hat sich bereits verschiedentlich mit Varianten für einen neuen Auto-bahnzubringer bei Ottenbach und Obfelden befasst. Die bisherigen Planungsarbeiten für den Abschnitt Ottenbach zeigten, dass es nicht möglich ist, eine Umfahrungslösung zu finden, die bei einem akzeptablen Kosten-Nutzen-Verhältnis allen Interessen gerecht wird. Das nun vorliegende überarbeitete Projekt weist gegenüber früheren Varianten kla-re Vorteile auf. Mit der vorliegenden Variante besteht die Möglichkeit, das Siedlungsgebiet von Ottenbach vom Durchgangsverkehr freizuhalten und dabei den Vorgaben an den Landschafts- und Moorschutz gerecht zu werden. Ausserdem ist das Projekt dank der von 140 auf 35 Meter verkürzten Brücke wesentlich günstiger zu realisieren.

Linienführung mit kurzer Brücke und tiefer gelegt

In der nun vorliegenden optimierten Variante ist vorgesehen, die Brücke über den Kanal der Fabrik Haas gegenüber dem vorhergehenden Projekt um rund 1,80 Meter tiefer zu legen. Daraus resultiert die deutliche Verkürzung des Bauwerks. Der Eingriff in die Land-schaft wird dadurch erheblich verringert. Zudem kann so der Abstand der Strasse zum Flachmoor Bibelaas vergrössert und der Schutz des Moors sichergestellt werden.
Gegenüber der ebenfalls geprüften Linienführung über die der Reuss abgewandten Seite der Fabrik Haas weist die neue Variante den grossen Vorteil auf, dass das Siedlungsge-biet nicht beeinträchtigt wird. Dadurch kann der mit der Umfahrung angestrebte Zweck, die Bevölkerung vor Verkehrsemissionen bestmöglich zu schützen, erreicht werden. Auch resultiert eine höhere Verkehrssicherheit, insbesondere für den Fuss- und Veloverkehr.

Durch die Nähe der Strasse wird die denkmalgeschützte Kraftwerksanlage bei der Fabrik Haas in ihrer Gesamterscheinung beeinträchtigt. Sie kann aber in ihrer Substanz erhalten werden. Der Regierungsrat hat sich deshalb nach umfassender Abwägung aller Interes-sen für diese Variante der Streckenführung entschieden.

Auflage des Projekts im Sommer 2009

Der Regierungsrat hat die Baudirektion mit der Ausarbeitung eines Auflageprojektes be-auftragt. Dabei ist den Anliegen des Denkmalschutzes in hohem Masse Rechnung zu tra-gen. Zusammen mit dem Abschnitt Obfelden soll das Vorhaben dem Kantonsrat zur Kre-ditbewilligung vorgelegt werden. (ki)