Personenfreizügigkeit

Operation Libero lanciert Kampagne gegen Begrenzungsinitiative mit virtueller Ausstellung

Operation Libero lanciert Kampagne gegen Kündigungsinitiative im virtuellen Raum

Operation Libero lanciert Kampagne gegen Kündigungsinitiative im virtuellen Raum

Operation Libero hat ihre Kampagne gegen die Kündigungsinitiative mit einer virtuellen Vernissage lanciert. Die liberale Bewegung setzt in ihrer Kampagne auf ein Europa der Menschen und bekämpft den Abbau von freiheitlichen Errungenschaften. An einer Medienkonferenz im Online-Game „Second Life“ konnten Journalisten die Ausstellung bereits besuchen. Ab Dienstagabend ist sie für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Operation Libero zieht mit einer virtuellen Ausstellung, in welcher die Geschichten hinter der Personenfreizügigkeit erzählt werden, in den Abstimmungskampf gegen die Begrenzungsinitiative der SVP.

(agl) Zwar ist die Volksabstimmung über die Begrenzungsinitiative der SVP wegen der Coronapandemie vom Mai auf den 27. September verschoben worden. Dennoch hat Operation Libero bereits vor der politischen Sommerpause am Dienstag ihre Abstimmungskampagne gestartet. Kernbotschaft der liberalen politischen Organisation: Bei der Abstimmung werde es nicht nur um die Personenfreizügigkeit und um die Wirtschaft gehen, sondern auch «um unsere Beziehungen in und mit Europa», wie Operation Libero am Dienstag in einer Mitteilung schreibt. Die Personenfreizügigkeit betreffe in erster Linie ganz viele unterschiedliche Menschen. In der virtuellen Ausstellung «Kein Mensch ist nur» stellt Operation Libero deshalb über 20 Menschen in Porträtbildern des Zürcher Fotografen Maurice Haas vor.

Die Vernissage zur Ausstellung fand am Dienstag dann auch in der virtuellen Welt des Online-Games «Second Life» statt. «Es geht um Geschichten von Menschen, die unmittelbar mit der Personenfreizügigkeit verbunden sind», sagte Laura Zimmermann, Co-Präsidentin von Operation Libero. Mit der Begrenzungsinitiative schliesse sich für Operation Libero ein Kreis, denn die Bewegung wurde 2014 nach der äusserst knappen Annahme der Masseneinwanderungsinitiative gegründet. «Diese Initiative ist die böse Zwillingsschwester davon», sagte Zimmermann. Die virtuelle Ausstellung soll ab Dienstagabend für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Ausstellung soll auch offline auf Tour gehen

Gleichzeitig mit der Abstimmungskampagne hat Operation Libero ein Crowdfunding gestartet, um die bereits angelaufene Kampagne zu finanzieren. 110'000 Franken seien bis zur Abstimmung das Mindestziel. «Wir wollen versuchen, mit unserer virtuellen Ausstellung auch offline zu touren und die Bilder auf Plakate zu bringen», sagte Laura Zimmermann. Die digitale Ausstellung ist ab Dienstag auch öffentlich zugänglich.

Die SVP-Initiative «Für eine massvolle Zuwanderung» – kurz Begrenzungsinitiative genannt – verlangt, dass die Schweiz die Zuwanderung aus der EU selbst steuert und aus dem Personenfreizügigkeitsabkommen austritt, falls die EU nicht darauf eingeht. Von den Gegnern wird die Initiative darum auch mehrheitlich «Kündigungsinitiative» genannt.

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