Eine Schweizer Kandidatur mit kleinen Austragungsorten und bestehender Infrastruktur würde eine gute Gegenalternative zu olympischen Grossprojekten wie etwa in Russland (Sotschi 2014) oder in China (Peking 2008) bieten, sagte er in einem Interview mit "Bund" und "Tages-Anzeiger".

Niemand im Internationalen Olympischen Komitee (IOK) wolle Gigantismus, erklärte der Freiburger in der Samstagsausgabe der beiden Zeitungen.

Da im Vorfeld der Bündner Kandidatur für die Winterspiele 2022 vor allem um deren Finanzierung debattiert wurde, bringt Fasel eine neue Idee ins Spiel: "Vielleicht müsste der Bund 3 Milliarden Franken für Olympische Winterspiele einsetzen und fragen, wer interessiert ist." Angesichts eines jährlichen Bruttoinlandprodukts von nahezu 600 Milliarden Franken könne sich die Schweiz das durchaus leisten.

"Auch im Sport Korruption"

Zum Thema Bestechungsgelder sagte er als Mitglied des 15-köpfigen IOK-Exekutivkomitees und Präsident des Internationalen Eishockeyverbands: "Sicher gibt es auch im Sport Korruption, wo gibt es die nicht?" Er sei jedoch überzeugt davon, dass man "die Spiele nicht kaufen kann". Er selbst habe noch nie von einem Veranstalter Geschenke bekommen und folglich auch nie welche angenommen.

Einer Nachfolge des Belgiers Jacques Rogge als IOK-Präsident zeigte sich Fasel nicht gänzlich abgeneigt. Falls Denis Oswald, der Schweizer Präsident des internationalen Ruderverbands, auf eine Kandidatur verzichte, dann würde er es "sich überlegen", erklärte der 63-Jährige. Rogge ist seit 2001 Präsident des in Lausanne beheimateten IOK. Seine zweite und letzte Amtszeit endet am 10. September dieses Jahres.