Gegen Aids
«Ohne Dings kein Bums»: Aids-Kampagnen im Wandel der Zeit

Die aktuelle «Stop Aids»-Kampagne des Bundesamts für Gesundheit sorgt mit viel abgebildetem Sex für Schlagzeilen. Es ist aber längst nicht das erste Mal, dass ein Sujet provoziert.

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Aids-Kampagnen im Wandel der Zeit
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2014 gehts richtig zur Sache.
«Juckt's?», fragte das Bundesamt für Gesundheit 2012 auf Plakaten
Für die Aids-Kampagne 2011 wurden Sandra Studer, Didier Cuche, Stephan Eicher, Marc Forster und Stephanie Glaser abgelichtet.
LOVE LIFE STOP AIDS-Kampagne 2008 Die Plakatsujets zeigen Paare beim Sex im Urlaub, auf Geschäftsreisen oder auch an Parties
Aus der Aids-Kampagne 2007
Nackte Eishockey-Spieler 2006
2004 wurden Piktogramme verwendet
Dieses Plakat hat die Aids Hilfe Schweiz 2003 zurückgezogen, weil die Schweizer Bischöfe protestierten.
Verknoteter Penis aus der Kampagne im Jahr 2000
Stop-Aids-Kampagne von 1997
1994 wurde erstmals ein schwules Paar abgelichtet
Ebenfalls aus 1994
Aids-Kampagne 1990: Thema war die Diskriminierung Aids-Erkrankter
Plakat für die «Stop Aids»-Kampagne aus dem Jahr 1989
Erste Aids-Kampagne aus dem Jahr 1987 Das rosarote Präservativ war schon damals das Erkennungszeichen.

Aids-Kampagnen im Wandel der Zeit

zvg/BAG

Seit 1987 die erste Stop-Aids-Kampagne des Bundes lanciert wurde, haben sich die Themen und Sujets von Jahr zu Jahr geändert.

Das erste Plakat kam nur mit dem Slogan STOP AIDS und dem typischen rosaroten Präservativ aus. Sex wurde in den ersten Jahren nicht explizit angesprochen. Der Bund setzte zu Beginn vielmehr auf das Thema Treue.

Danach kamen Aufklärung, Diskriminierung Aids-Erkrankter und der Seitensprung dazu.

Schwule bekamen 1994 ihren ersten Auftritt. Die Kampagne bildete damals ein schwules Paar im Kornfeld ab.

Der Kampagnen-Spruch aus dem Jahr 1997 blieb bis heute hängen: «Ohne Dings kein Bums».

Ein Plakat aus dem Jahr 2003 sorgte für besonderen Wirbel bei den Schweizer Pfarrern. «Grüss Gott, Herr Pfarrer, wenn Rom es schon nicht gerne hört, dass Sie über Verhütung sprechen, reden Sie doch über Präservative. STOP AIDS», stand in schwarzer Schrift auf gelbem Hintergrund. Die Pfarrer protestierten, worauf das BAG die Plakate wieder zurück zog. (ldu)