Verkehr

Offroader weniger gefährlich als Trams und E-Bikes

Sicherheit: Offroader schneiden in Studie bessser ab als etwa E-Bikes.

Sicherheit: Offroader schneiden in Studie bessser ab als etwa E-Bikes.

Gemäss einer Studie des Bundes sind Offroader viel weniger gefährlich als ihr Ruf. Dafür schneiden die umweltfreundlichen E-Bikes und Trams besonders schlecht ab.

Eine Studie des Bundes räumt mit dem Mythos der gefährlichen Offroad-Fahrzeuge auf. Die grossen Geländewagen sind weniger an Unfällen beteiligt als Mittelklassewagen. Nicht nur das: "Sie verursachen insgesamt auch nicht schwerere Verletzungen als andere Fahrzeugklassen", sagt Roman Frick vom Forschungsbüro Infras in der "NZZ am Sonntag".

Während ein Offroader statistisch gesehen unfallfrei eine Million Kilometer weit kommt, kracht es beim Mittelklassewagen bereits nach gut 830 000 Kilometern. Die Studie ist Teil einer umfassenden Datenanalyse zum Unfallgeschehen auf Schweizer Strassen. Der grüne Nationalrat und Offroader-Gegner Bastien Girod ortet der Grund der relativ guten Bilanz weniger bei den Autos als bei den Fahrern: «Offensichtlich sind diese viel vorsichtiger unterwegs als die Fahrer anderer Autotypen», sagt er.

E-Bikes und Trams schlechter als ihr Ruf

Sehr schlecht schneiden im Vergleich die E-Bikes und die Trams ab. E-Bikes sind im Durchschnitt alle 100 000 Kilometer in Unfälle verwickelt. Bei den Trams gibt es alle 120 000 Kilometer einen Unfall. Diese Anfälligkeit ist dem Bundesamt für Verkehr bekannt, wie Sprecherin Olivia Ebinger in der "NZZ am Sonntag" sagt: «Trams werden von Autofahrern oder Fussgängern vielfach unterschätzt: Sie können nicht ausweichen, haben den längeren Bremsweg als Autos und sind je länger, je leiser unterwegs.»

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