UBS
Offene Stellen: UBS und CS suchen mehr als 1000 Banker

518 Stellen bei der UBS, 523 bei der CS. Das sind keine neuen Abbauzahlen, nein: So viele Jobs sind bei den beiden Grossbanken zurzeit ausgeschrieben. Dies zeigen Zahlen, die der Zeitung "Sonntag" vorliegen.

Drucken

Mitte April hatte UBS-Chef Oswald J. Grübel angekündigt, die UBS werde allein in der Schweiz 2500 Stellen abbauen. Rund drei Monate später zeigt das Stellenportal auf der UBS-Website: Zurzeit sind 318 Stellen ausgeschrieben, hinzu kommen gemäss UBS-Pressesprecher Andreas Kern «momentan rund 200 weitere Stellen, die auf dem internen Stellenmarkt ausgeschrieben sind.» Auf der einen Seite wird also weiterhin abgebaut, auf der anderen Seite werden Leute gesucht. Auffällig ist: In der Schweiz hat die UBS nur 35 Stellen öffentlich ausgeschrieben (30 in der Region Zürich, je 2 in Basel und der Romandie, 1 in Lugano). In den USA dagegen sind 163 Jobs zu vergeben, viele davon im vielgescholtenen Investment Banking. Seit Anfang Juli hat sich dort die Zahl der Stellen verzehnfacht. Denn in Amerika sind der UBS viele Mitarbeiter davongelaufen. Zum Teil heuert sie nun mit rekordhohen «Handgeldern» Investmentbanker an. Laut «Sonntag»-Informationen werden guten Leuten im ersten Jahr bis zu 290 Prozent der Kommission bei ihrem alten Arbeitgeber angeboten. UBS-Sprecher Kern äussert sich dazu nicht, sondern sagt bloss: «UBS zahlt branchenübliche Löhne. Dies gilt auch für die USA.»
Aggressiv rekrutiert auch die Konkurrentin Credit Suisse (CS), die diese Woche erfreuliche Quartalszahlen präsentierte. Öffentlich ausgeschrieben waren am Freitagabend weltweit 523 Stellen. Im Gegensatz zur UBS entfällt aber ein grosser Teil auf die Schweiz: Gemäss CS-Sprecher Marc Dosch rund 200. Zudem sagt er, die CS werde nicht ganz so viele Stellen abbauen wie im vergangenen Dezember angekündigt. Bis jetzt seien weltweit 4900 der damals kommunizierten 5300 Jobs effektiv gestrichen worden - «die 5300 werden wohl nicht ganz ausgeschöpft wegen dem starkem Anstieg der Geschäftsvolumen im Investment Banking», so Dosch. Daneben würden unter anderem im Private Banking neue Stellen aufgebaut - «viele davon in der Schweiz».

Aktuelle Nachrichten