Die Entwicklung sei bedeutend und zeige, dass sich die Mitgliedstaaten der Organisation für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) den Herausforderungen stellen könnten. "Wir gratulieren den Schweizer Behörden", wird Gurría in einem veröffentlichten Communiqué der OECD zitiert.

Der Generalsekretär erinnert aber auch daran, dass es mit der Unterzeichnung allein nicht getan ist. Die Abkommen müssten nun tatächlich umgesetzt werden. Es habe sich "nie um ein Spiel mit Zahlen gehandelt". Auch wenn zwölf Abkommen unterzeichnet seien, werde die OECD genau überwachen, wie der Informationsaustausch von den Behörden in der Praxis tatsächlich umgesetzt werde.

In dem Communiqué anerkennt die OECD aber, dass die Schweiz die Bedingungen der Organisation in elf bereits unterzeichneten Abkommen erfüllt hat. Sollte heute auch das zwölfte Abkommen - jenes mit Katar - signiert werden, wird die Schweiz am Freitagmorgen von der Grauen Liste jener Länder gestrichen, die in Steuerfragen ungenügend kooperieren, wie die OECD schreibt.

Bereits nicht mehr auf der Liste figurieren Aruba, Österreich, Belgien, Bermuda, British Virgin Islands, Bahrain, Cayman Islands, Luxemburg, Monaco, die Niederländischen Antillen und San Marino. Insgesamt 150 Abkommen sind gemäss OECD seit April dieses Jahres revidiert worden, über viele andere wird derzeit noch verhandelt.