Obstbau

Obstverband gegen Freihandelsabkommen mit der EU

Aprikosen aus dem Wallis

Aprikosen aus dem Wallis

Der Schweizerische Obstverband (SOV) lehnt das Freihandelsabkommen mit der EU im Agrar- und Lebensmittelsektor ab. Der Verband befürchtet bei frischen Früchten einen preisbedingten Marktanteilverlust von 30 bis 40 Prozent.

Dieser Verlust könne auf dem Exportmarkt nicht oder nur geringfügig kompensiert werden, heisst es in einer Mitteilung anlässlich der SOV-Delegiertenversammlung, die in Thun stattfand.

Berechnungen hätten gezeigt, dass die Finanzierung von Begleitmassnahmen allein für die Obstproduktion und -verarbeitung rund 150 Millionen Franken pro Jahr kosten würde, wird Verbandspräsident Pius Jans zitiert.

Dies stehe im Widerspruch zum Konsolidierungsprogramm, mit dem der Bundesrat neue Schulden vermeiden und bei der Landwirtschaft sparen wolle. Die geplanten Ausgabenreduktionen seien mit der Marktöffnungsstrategie nicht vereinbar.

Sorgen bereitet dem Verbandspräsidenten zudem, dass die Nachfrage nach qualifizierten Obstbau-Fachleuten in der Produktion, im Handel, in der Beratung und in der Forschung bald nicht mehr abgedeckt werden kann. Er appellierte an die Verbandsmitglieder, die Rekrutierung neuer Lehrlinge zu unterstützen.

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