Obstbauern

Obstverband erwartet nach Hagel nur noch mittelgrosse Ernte

Auch Zwetschgen betroffen

Auch Zwetschgen betroffen

Nach den Hagelschlägen in der vergangenen Woche rechnet der Schweizerische Obstverband (SOV) nur noch mit einer mittelgrossen Ernte. Sorgen macht dem SOV auch der vollständige Agrafreihandel mit der EU. Der Verband lehnt ihn ab, um nicht Marktanteile zu verlieren.

"Der Hagel hatte verheerende Auswirkungen", sagte SOV-Präsident Bruno Pezzatti laut Redetextin Rheinfelden AG an der Delegiertenversammlung. Die nach der Blühet erwarteten guten Ernteaussichten müssten in einigen Gebieten deutlich nach unten korrigiert werden.

Der Hagel habe in der Zentralschweiz, in Teilen des Mittellandes sowie in der Ostschweiz sehr grosse Schäden angerichtet. Geschädigt worden seien vor allem ungeschützte Beeren-, Kirschen-, Zwetschgen- und Kernobstkulturen.

Gute Aussichten bestehen jedoch bei den Aprikosen im Kanton Wallis, der vom Hagel verschont blieb. Der SOV erwartet eine grössere Ernte als in den vergangenen zwei Jahren. Bei den Zwetschgen verlief die Blühtezeit ebenfalls erfolgsversprechend.

Eine spürbare Reduktion der Ernte befürchtet der SOV jedoch bei den Tafeläpfel und Tafelbirnen. Die Blühet sei ausgezeichnet gewesen, doch der Hagel haben Schäden angerichtet, die jedoch noch nicht beziffert werden könnten. Ein ähnliches Bild präsentiere sich beim Mostobst.

Sorgen macht dem Obstverband auch der vollständige Agarfreihandel mit der EU. Wenn es nach dem Willen des Bundesrates gehe, solle der wichtige Einfuhrschutz für frische Schweizer Früchte und Obstprodukte bald einem totalen Freihandel mit der EU geopfert werden, sagte SOV-Präsident Pius Jans laut Redetext.

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