US-Strategie-Reaktionen

Obamas neue Afghanistan-Strategie stösst auf positives Echo

Sarkozy befürwortet die neue Afghanistan-Strategie (Archiv)

Sarkozy befürwortet die neue Afghanistan-Strategie (Archiv)

Die neue Afghanistan-Strategie von US-Präsident Barack Obama ist in ersten Reaktionen auf ein positives Echo gestossen. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy erklärte in der Nacht zum Mittwoch, Obama habe eine «mutige» und «entschlossene» Rede gehalten.

Frankreich werde sich weiter und so lange wie nötig gemeinsam mit seinen Verbündeten in Afghanistan engagieren, hiess es. Von der möglichen Entsendung zusätzlicher Truppen, wie Obama sie von den NATO-Partnern gefordert hat, war derweil nicht die Rede.

Auch der Kommandant der US-Truppen in Afghanistan, Stanley McChrystal, begrüsste die neue Strategie. Sein Schwerpunkt werde darauf liegen, die einheimischen Sicherheitskräfte in Afghanistan auszubilden und aufzubauen, erklärte McChrystal in Kabul.

Die neue Strategie gebe ihm eine "klare militärische Mission und die Ressourcen, um unsere Aufgabe zu erfüllen". McChrystal hatte Obama vor einem Scheitern des Afghanistan-Einsatzes gewarnt, sollten die Streitkräfte die Aufständischen nicht rasch unter Kontrolle bekommen. Er hatte deshalb im August 40'000 zusätzliche Soldaten angefordert.

Die radikalislamischen Taliban hingegen haben mit verstärktem Widerstand gedroht. US-Präsident Obama werde "Zeuge von vielen Särgen werden, die von Afghanistan in die USA gebracht werden", sagte ein Sprecher der Aufständischen der Nachrichtenagentur AFP. "Die 30'000 zusätzlichen Soldaten, die nach Afghanistan kommen werden, werden nur heftigeren Widerstand und Kämpfe herausfordern."

Obama hatte in einer mit Spannung erwarteten Rede in West Point angekündigt, im ersten Halbjahr 2010 rund 30'000 zusätzliche US-Soldaten an den Hindukusch zu schicken. Zugleich forderte er auch die Verbündeten zu Truppen-Aufstockungen auf. Obama zufolge soll der Abzug dann im Juli 2011 beginnen.

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