Dalai Lama

Obama lehnt Dalai Lama-Treffen ab

Das tibetische Oberhaupt Dalai Lama (Archiv)

Das tibetische Oberhaupt Dalai Lama (Archiv)

Erstmals seit 18 Jahren wird der Dalai Lama bei einem Besuch in Washington nicht den US-Präsidenten treffen. Barack Obama werde nicht mit dem religiösen Oberhaupt der Tibeter zusammenkommen, sagte eine Sprecherin des Friedensnobelpreisträgers.

Eine Begegnung sei erst nach einem Treffen von Obama mit seinem chinesischen Amtskollegen Hu Jintao im November geplant. Laut Präsidentensprecher Robert Gibbs wird der Präsident das religiöse Oberhaupt der Tibeter aber noch in diesem Jahr treffen.

Der tibetische Religionsführer weilt seit Montag für fünf Tage in den USA. Am Dienstag nahm er in Washington bei einem Empfang im US-Kongress eine Auszeichnung für sein Engagement zugunsten der Menschenrechte entgegen. An der Zeremonie nahmen unter anderem die demokratische Parlamentschefin Nancy Pelosi und der republikanische Senator John McCain teil.

Der Dalai Lama bedankte sich in einer kurzen Ansprache und forderte seine Gastgeber auf, mehr gegen das soziale Gefälle in den USA zu unternehmen. Eine grosse Kluft zwischen Arm und Reich sei nicht gesund, sagte das Oberhaupt der Tibeter.

Der Dalai Lama war 1959 nach einem gescheiterten Aufstand gegen die chinesischen Machthaber ins indische Exil geflohen. Die Führung in Peking wirft ihm vor, die Unabhängigkeit Tibets anzustreben. Der Dalai Lama selbst spricht sich für eine grössere Autonomie der Region aus.

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