Transportbranche

Nutzfahrzeugverband Astag fordert vom Bundesrat Erleichterungen

Amstutz mit Forderungskatalog

Amstutz mit Forderungskatalog

Der Schweizer Nutzfahrzeugverband Astag fordert vom Bundesrat angesichts der Wirtschaftsflaute Rückendeckung. Die Camioneure wollen allerdings weder Geld noch Aufträge, sondern Erleichterungen im fiskalischen und administrativen Bereich.

Der Strassentransport sei für die Volkswirtschaft in der Schweiz unentbehrlich, würden doch 91 Prozent der Güter auf der Strasse befördert, sagte Adrian Amstutz, Astag-Zentralpräsident und Berner SVP-Nationalrat, vor den Medien in Bern. Eine Schweizer Wirtschaft ohne Strassentransport sei schlicht undenkbar.

Der Auftragsrückgang von bis zu 60 Prozent beim internationalen Strassentransport mache sich auch in der Schweiz bemerkbar, sagte Astag-Vizepräsident und Transportunternehmer Jean-Daniel Faucherre.

Laut Astag erwartet die Branche hierzulande einen Rückgang um ebenfalls bis zu 60 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen im Bereich Transport und Verkehr ist gemäss Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) im Juni gegenüber dem Vormonat um 63,9 Prozent gestiegen.

Um den verbliebenen Schwung des Schweizer Transportgewerbes nicht vollständig zu lähmen, legt Astag dem Bundesrat in Form eines offenen Briefes konkrete Vorschläge auf den Tisch. So soll auf die "unsinnige Ungleichbehandlung" von Diesel und Benzin verzichtet werden. Zudem soll die Schwerverkehrsabgabe (LSVA) für Transporte bis 28 Tonnen um 20 Prozent gesenkt werden.

Die Gebühren für den Eintrag von obligatorischen Aus- und Weiterbildungskursen in das EDV-System der Kantone müssen nach Ansicht von Astag reduziert oder sogar abgeschafft werden.

Weiter verlangt Astag, dass die Camioneure die Fahrerkarten für den digitalen Fahrtschreiber kostenlos beziehen und erneuern können. Gleiches fordert der Nutzfahrzeugverband auch für die Lizenz, die für den gewerbsmässigen Gütertransport erforderlich ist.

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