Ferienzeit

Nur wenige Deutschschweizer wollen ins Ausland – und wenn, dann am liebsten nach Italien

Inlandferien wie hier am Urnersee liegen bei den Deutschschweizern im Trend.

Inlandferien wie hier am Urnersee liegen bei den Deutschschweizern im Trend.

Eine Studie des Marktforschungsunternehmens Innofact zeigt: Nur 62 Prozent der Deutschschweizer wollen dieses Jahr Sommerferien machen. Rund die Hälfte von ihnen bleibt zudem in der Schweiz.

(wap) Die erste Studie zum Ferienverhalten der Deutschschweizer führte Innofact im Jahr 2017 durch. Damals gaben 78 Prozent an, im Sommer in die Ferien fahren zu wollen, 80 Prozent von ihnen hatten sich für eine Destination im Ausland entschieden. Die Pandemie hat der Reiselust der Deutschschweizerinnen nun einen Dämpfer verpasst. Eine Umfrage vom Juni, die am Montag veröffentlicht wurde, zeigt nun: Nur noch 62 Prozent der Befragten wollen überhaupt Sommerferien machen, 52 Prozent von ihnen wollen innerhalb der Schweiz verreisen.

Bei jenen, die sich ins Ausland wagen, ist der Radius kleiner geworden. Während 2017 nur 36 Prozent eine Destination in einem Nachbarland ansteuerten, führen nun 50 Prozent der Auslandsreisen nach Italien, Frankreich, Deutschland oder Österreich. Beliebtestes Ziel mit 17 Prozent der Reisenden bleibt Italien. Das sind ähnlich viele wie 2017, als 19 Prozent Italienferien planten. Danach kommt Deutschland mit 15 Prozent, dahinter Frankreich und Österreich mit je neun Prozent.

Der grosse Verlierer ist Spanien: Wollten 2017 noch 19 Prozent der Auslandsreisenden dorthin, sind es jetzt nur noch neun Prozent. Nach Kroatien wollen sogar nur noch drei Prozent, 2017 waren es noch 8 Prozent gewesen.

Die Online-Umfrage sei repräsentativ, schreibt das Marktforschungsinstitut in der Medienmitteilung. Befragt wurden rund 700 Personen aus der Deutschschweiz.

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