Nur noch zwei Schulleiter

Das Schulhaus im Oberdorf wird künftig von Matthias Pfeiffer geleitet, genauso wie die Gesamtschule. (Bild: Oliver Menge)

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Das Schulhaus im Oberdorf wird künftig von Matthias Pfeiffer geleitet, genauso wie die Gesamtschule. (Bild: Oliver Menge)

Was tun, wenn die bewilligten Schulleiterpensen nicht ausreichen, um die anliegende Arbeit zu erledigen? Entweder einen weiteren Schulleiter einstellen oder die Pensen der bisherigen Schulleiter erhöhen, das sind die Optionen. Der Gemeinderat hat sich für Letztere ausgesprochen.

Lea Durrer

Jacqueline Kaser, Matthias Pfeiffer und Sabine Egger teilten sich bis anhin die vom Kanton subventionierten 110 Prozente für den Schulleiterposten zu etwa gleich grossen Teilen. Mit Kasers Rücktritt stellte sich die Frage, wie die Stellenprozente neu aufgeteilt werden. Sollte ein neuer Schulleiter eingestellt oder die Stellenprozente der bisherigen aufgestockt werden? «Für unsere Schulleitung wäre es das Beste, mit einer Zweierschulleitung weiterzufahren», meinte Gemeindepräsident Kuno Tschumi an der Gemeinderatssitzung.

133 Prozent für zwei Leiter

Eine Neueinstellung sei zeitaufwändig und bringe zudem finanzielle und qualitative Einbussen mit sich. Demnach sollte intern nach einer Lösung gesucht werden. Matthias Pfeiffer machte aber klar, dass für ihn eine Übernahme der 33 Prozent von Kaser und der 14 Prozent der Gesamtschulleitung neben seiner Lehrerfunktion nicht möglich sei. Er habe eine starke Zerrissenheit zwischen dem Unterricht und der Leitung des Lehrkörpers gefühlt. «Ich hatte das Gefühl, auf zwei Hochzeiten zu tanzen», so Pfeiffer.

Eine Lösung wurde dennoch gefunden: Das Gesamtpensum wird auf 133 Prozent erhöht, wobei die Gemeinde die Kosten für 23 Prozent selber zu tragen hat, ohne Subventionen des Kantons. Matthias Pfeiffers Pensum wird auf 100 Stellenprozente aufgestockt. Er wird sich ab Sommer um die Schulhäuser Mittel- und Oberdorf und um die Gesamtschulleitung kümmern. Sabine Egger wird ihre Schulleiterfunktion zu 33 Prozent wahrnehmen und sich auf das Schulhaus Steinmatt im Unterdorf konzentrieren. Nun soll auf das neue Schuljahr eine neue Lehrperson gesucht werden, die Pfeiffer in seiner Lehrtätigkeit ersetzt.

Neu gibts «MuKi-Deutsch»

Bereits im Januar wurde der Gemeinderat über die Mutter- Kind-Deutschkurse informiert. Im Anschluss hat die Bildungskommission Derendingen zwei Anbieter geprüft und dem Gemeinderat nun vorgelegt. Sofort entbrannte eine Diskussion unter den Ratsmitgliedern. Welcher Anbieter soll es sein und wie viele Lektionen pro Woche sollten angeboten werden? Wer darf in den Kurs? Dabei wurde vorerst der Grundsatzentscheid ausser Acht gelassen, ob Derendingen «MuKi-Deutsch» überhaupt anbieten will oder nicht.

Darauf wies Manfred Misteli den Rat hin: «Heute können wir nur darüber entscheiden: Machen wir es oder nicht.» Erst wenn eine Vereinbarung getroffen sei, könne weitergeschaut werden. Der Gemeinderat hat sich im Anschluss einstimmig für die Einführung der «MuKi-Deutsch»-Kurse ausgesprochen. Den Zuschlag erhielt der ortsansässige Anbieter SID/Startbahn 11. Der genaue Leistungsvertrag wird nun ausgearbeitet.

Erfreuliche Rechnung

Peter Weibel, Leiter Finanzen und Steuern, konnte eine «erfreuliche Rechnung» präsentieren. «Wir haben 111 562 Franken Ertragsüberschuss, was einer Verbesserung von 828 452 Franken gegenüber dem Voranschlag für das letzte Jahr entspricht», gab Weibel dem Rat bekannt. Erfreulich sei zudem die sinkende Nettoschuld je Einwohner. Diese konnte dank einer Darlehensrückzahlung im letzten Jahr gesenkt werden und befinde sich nun auf 1910 Franken. «Das entspricht fast einer Million weniger Schulden als im letzten Jahr.»

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