Wie aus dem Migrationsbericht 2012 hervorgeht, wurden fast 90 Prozent der Asylgesuche abgelehnt. Nur gerade 2507 der 24'941 Gesuche wurden genehmigt. Das sind 11,7 Prozent, eine niedrigere Quote wurde zuletzt 2004 (8.6%) erreicht.

Es wurden aber auch viel mehr Gesuche behandelt als in der Vergangenheit: 2008 waren es noch rund 11'000 Gesuche, sonst waren es in den letzten fünf Jahren immer zwischen 17'000 und 20'000 Gesuche.

Die wichtigsten Herkunftsländer waren Eritrea, Nigeria, Tunesien, Serbien, Afghanistan, Syrien, Mazedonien, Marokko, China und Somalia.

Die hohe Ablehnungsquote habe hauptsächlich zwei Ursachen, wie Lisa Blaser vom Bundesamt für Migration sagt: "2012 kamen zahlreiche Personen im Zuge des arabischen Frühlings als Asylsuchende in die Schweiz. Diese Asylgesuche wurden häufiger abgelehnt, weil oft die zwingenden Gründe fehlen."

Weiter betont Blaser: "Das Bundesamt für Migration hat per 1. Juli 2012 eine neue Behandlungsstrategie in Kraft gesetzt. Dabei werden voraussichtlich aussichtslose Asylgesuche zuerst behandelt – das schlägt sich in den Zahlen nieder."

Weitere Kennzahlen aus dem Migrationsbericht: Rund 35'000 Personen erhielten die schweizerische Staatsbürgerschaft. Die Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller stammen wie in den letzten Jahren vor allem aus Italien, Serbien und Deutschland.

Ein viertel der Erwerbstätigen sind Ausländer

Seit dem Zweiten Weltkrieg sind mehr als zwei Millionen Menschen in die Schweiz eingewandert oder leben hier als Nachkommen von zugewanderten Personen.

Ende 2012 lebten über 1,82 Millionen Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz. Das sind rund 23% – damit weist die Schweiz innerhalb Europas einen der höchsten Ausländeranteile auf. Die Migration trägt sogar stärker zum Bevölkerungswachstum der Schweiz bei, als dies in klassischen Einwanderungsländern wie den USA, Kanada oder Australien der Fall ist.

Jede vierte erwerbstätige Person in der Schweiz hat einen ausländischen Pass. Rund ein Zehntel der Schweizerinnen und Schweizer lebt im Ausland.