Nur ein Jahr Haft für Schuhwerfer von Bagdad

Anhänger des Schuhwerfers protestieren

Anhänger des Schuhwerfers protestieren

Der Schuhwerfer von Bagdad muss für seine Attacke auf den früheren US-Präsidenten George W. Bush doch nur ein Jahr ins Gefängnis. Ein Berufungsgericht in Bagdad habe die Haftstrafe reduziert, meldete der irakische TV-Sender Al-Bagdadija.

Grund für die Verkürzung sei unter anderem gewesen, dass sein Mandant nicht vorbestraft sei, sagte der Anwalt des Schuhwerfers, Dhija el Saadi, der Nachrichtenagentur AFP. Ausserdem führe er sich im Gefängnis gut.

Ein Strafgericht hatte den irakischen Fernsehreporter Muntasser al-Saidi, der für Al-Bagdadija arbeitet, im März wegen seines Angriffs auf den Staatsgast im vergangenen Dezember zu drei Jahren Haft verurteilt. Der Journalist hatte auf nicht schuldig plädiert und Berufung angekündigt.

Der Sender hatte nach dem ersten Urteil erklärt: "Wir sind überzeugt, dass Al-Saidi unschuldig ist, denn wir verstehen sein Motiv." Al-Saidi habe sehr darunter gelitten, dass die US-Armee seine Heimat besetzt habe.

Al-Saidi hatte während einer Pressekonferenz versucht, Bush seine Schuhe an den Kopf zu werfen. Bush war den Wurfgeschossen geschickt ausgewichen und hatte den Angriff mit Humor genommen. In der arabischen Welt erhielt der Journalist für seine Attacke viel Zuspruch.

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