Gemeindeversammluing Uitikon
Nur die Fensterläden gaben zu reden

Bei den Rechnungen, der Schulgemeindeordnung, bei der Strassensanierung und der Antennenverordnung gabs an der Gemeindeversammlung Uitikon keine Wortmeldungen. Nur wegen der Fensterläden am Gemeindehaus ergab sich eine kleine Diskussion.

Drucken
Teilen
Gemeindehaus Uitikon

Gemeindehaus Uitikon

Limmattaler Zeitung

Flavio Fuoli

Lediglich 86 Stimmberechtigte hatten sich am Dienstagabend in Üdiker-Huus eingefunden zur Rechnungs-«Gmeind». Ob es daran lag, dass sie nicht sehr diskussionsfreudig war, oder ob die Geschäfte nur zu gut vorbereitet waren? Wortmeldungen aus der Versammlung kamen jedenfalls nur beim Kredit von 148 000 Franken für den Ersatz der Fenster und Fensterläden am Altbau des Gemeindehauses Zürcherstrasse 59 auf. Finanzvorstand Markus Hoppler orientierte über die Dringlichkeit der Massnahmen, weil die Fenster bereits über 30 Jahre alt sind. Sie entsprechen in Sachen Schalldämmung und Isolation nicht mehr dem Stand der Technik. Entsprechend kalt kann es in den Räumen der Gemeindeverwaltung denn auch werden. Die Fenster werden in Minergiestandard, mit Einbruchschutz und in Holz ausgeführt.

Ein Stimmbürger fragte an, ob es nicht gescheiter wäre, wegen des Unterhalts Holz-Aluminium-Fenster auszuwählen. Dem entgegnete Bauvorstand Rinaldo Benedetto, das Haus liege in der Kernzone I, und diese schreibe explizit Holzfenster vor.

Ein anderer fragte sich, ob es nicht sinnvoll wäre, statt nur die Fenster auch die übrigen Gebäudeteile nach dem heutigen Stand des Wissens zu isolieren. Benedetto stellte mittelfristig einige Projekte in Aussicht, so die Isolierung und ein Heizungsersatz: «Wir können nicht alles gleichzeitig machen.» Die Versammlung nahm das Geschäft einstimmig an.

Rechnungen durchgewinkt

Chris Linder, Finanzvorstand der Schule, präsentierte eine erfreuliche Rechnung 2008, die bei einem Gesamtaufwand von 7,082 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 7,91 Millionen mit einem Ertragsüberschuss von 827 000 Franken schliesst. Erreicht wurde dieser guter Abschluss unter anderem dank höherer Steuereinnahmen aus den Vorjahren.

Die Versammlung genehmigte das Traktandum ebenso wie die von Markus Hoppler präsentierte Rechnung 2008 der politischen Gemeinde. Auch Hoppler durfte gute Zahlen vermelden. Die Rechnung schloss nämlich um 2,125 Millionen Franken besser ab als budgetiert. Statt eines Rückschlags von 1,666 Millionen resultierte ein Ertragsüberschuss von 458 000 Franken. Dies ist vor allem den höheren Steuereinnahmen aus früheren Jahren und der Auflösung einer Rückstellung aus dem Jahr 2007 in der Höhe von 2,1 Millionen Franken für den kantonalen Finanzausgleich zu verdanken. Hoppler erwähnte die hohen Bestände bei den Spezialfinanzierungen und stellte Gebührenanpassungen nach unten in Aussicht.

Beat Weibel, Vizepräsident der Schulpflege, stellte anlässlich der Vorberatung und Bereinigung der Schulgemeindeordnung zuhanden der Urnenabstimmung vom 27. September diese der Versammlung vor. Gründe für die Revision seien vornehmlich Anpassungen an die neuen Gesetze des Kantons, vor allem das Volksschulgesetz. Eine der wichtigeren Änderungen ist die Reduktion der Schulpflege von neun auf sieben Mitglieder.

Schule: Von 9 auf 7 Mitglieder

Zudem wird die Finanzkompetenz der Schulpflege derjenigen des Gemeinderats angepasst. Eine Reduktion der Schulpflege sei möglich, weil die Schulleitung die Schule Uitikon nun operativ führe. Die Schulpflege könne sich auf strategische Aufgaben konzentrieren. Zudem werde die Schulleitung von 113 auf 131 Prozent aufgestockt. Auch die Erhöhung der Schulverwaltung von 100 auf 160 Stellenprozente entlaste die Schulpflege. Neu würden auch Ausschüsse die Schulpflege entlasten helfen. Auch dieses Geschäft ging ohne Diskussion oder etwelche Fragen über die Bühne.

Strasse und Antenne

Der Kredit von 610 000 Franken für die Sanierung der Neuhausstrasse passierte einstimmig. Werkvorstand Fredy Lienhard sagte, es gehe um eine 82-jährige Wasserleitung und den schlechten Strassenbelag, die es zu ersetzen gelte.

Die Änderung der Antennenverordnung ermöglicht es dem Gemeinderat, wohl im Besitz des Kabelnetzes zu bleiben, den betrieblichen und technischen Teil jedoch an eine Drittfirma auszulagern, wie Fredy Lienhard erklärte. «Der technische Unterhalt ist nicht die Kernkompetenz der Gemeinde», fasste er die Änderung der Antennenverordnung zusammen. Die Versammlung ging einstimmig mit ihm einig.

Anschliessend orientierte der Gemeinderat die Versammlung über seine Absichten mit der Kinderkrippe. Gemeindepräsident Victor Gähwiler machte glaubhaft, dass das 31-jährige Werkgebäude nicht mehr den heutigen Bedürfnissen einer stark gewachsenen Gemeinde genügt, dafür jedoch eine Kinderkrippe umso geeigneter dort hineinpassen würde.

Aktuelle Nachrichten